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Humboldt-Gymnasium will „Modellschule für Inklusion“ werden, und die CDU will den Rat dafür gewinnen

„Da stecken viele eigene Ideen drin“

Bad Pyrmont. Mit einem Neubau könnte das Pyrmonter Humboldt-Gymnasium alle baulichen Bedingungen erfüllen, um Schüler und Schülerinnen mit und ohne Behinderungen gemeinsam zu unterrichten und damit den Vorgaben der Inklusion zu entsprechen. Genau unter diesem Aspekt hat die Schule in den vergangenen Monaten ihr Konzept entwickelt und gemeinsam mit den Planern, der Politik und der Stadtverwaltung ein Raumbuch entwickelt, das den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schüler gerecht wird. „Da stecken viele eigene Ideen drin“, so Schulleiterin Claudia Herrmann. Gemeinsam haben daraus die Schulleitung, die Lehrer-, die Eltern- und die Schülervertreter die Überlegung einer „Modellschule für Inklusion“ entwickelt.

veröffentlicht am 09.12.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Doch das funktioniert eben nur in einem Neubau, der die Anforderungen an Barrierefreiheit erfüllt und auch spezielle Räume für Inklusion und Differenzierung vorsieht. Das bestätigt auch Schulleiterin Claudia Herrmann. Da überraschte es vergangene Woche, als sie von sich aus der Stadt vorgeschlagen hat, nicht nur über einen Neubau, sondern auch wieder über eine Sanierung des Gebäudes nachzudenken (wir berichteten). „Das ist nur ein Notplan. Aber immerhin wird schon seit 2007 geplant, und bevor gar nichts passiert, wollen wir als Schule auch Alternativen ins Gespräch bringen“, erläutert die Schulleiterin im Gespräch ihre Intention.

Die CDU-Fraktion wirbt dafür, dass der Rat in seiner Gesamtheit die ersten Schritte des Gymnasiums auf dem Weg zur Modellschule begleitet und hat zur Ratssitzung in der kommenden Woche einen entsprechenden Antrag vorgelegt. „Das ist nicht nur eine wichtige Zukunftsperspektive für die Schule, sondern stärkt auch Bad Pyrmont als Schulstandort“, so der Fraktionsvorsitzende Lars Diedrichs, der von einer historischen Option spricht, weil jetzt wegen des Neubaus der einmalige Zeitpunkt sei. Diedrichs und seine Stellvertreterin Ursula Körtner setzen auf zusätzliche Mittel aus der Pauschale, die Niedersachsen vom kommenden Jahr an für bauliche Maßnahmen zur weiteren Umsetzung der schulischen Inklusion zahlt und über die sich die Landesregierung jetzt mit den Kommunalen Spitzenvereinigungen grundsätzlich geeinigt hat. 11,7 Millionen Euro zahlt das Land den Schulträgern im nächsten Jahr und danach jährlich 20 Millionen Euro. „Eine Förderung würde die Neubaukosten für die Stadt verringern“, so Körtner.

Die Stadtverwaltung, so sieht es der Antrag der Christdemokraten vor, soll mit dem Kultusministerium und der Landesschulbehörde klären, welche Schritte für die Zulassung einer Modellschule Inklusion notwendig sind, welche Voraussetzungen für die Anerkennung zu erfüllen sind und welche Maßnahmen beim Neubau gefördert werden. Doch noch gibt es in Niedersachsen weder Modellschulen, geschweige denn Anforderungsprofile dafür. „Dafür ist es noch zu früh, denn wir haben uns über das Verfahren, wie das Geld verteilt wird, mit den Spitzenverbänden noch nicht verständigt“, sagt Susanne Schrammar, Pressesprecherin im Kultusministerium. Das Verfahren solle möglichst unkompliziert sein, und das Land wolle möglichst viele Schulen ausstatten. „Es ist aber sicherlich sinnvoll, wenn sich die Schule und der Schulträger frühzeitig damit befassen“, macht die Sprecherin den Pyrmontern Mut.



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