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Erfolge auf der Reisemesse ITB: Internationale Anfragen für Aufenthalte in der Kurstadt, Weserradweg die Nummer 1

Chinesen wollen nach Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. An einem Tag um die ganze Welt: Mit diesem Slogan wirbt die Reisemesse ITB. Länder, Regionen, Städte präsentieren sich in Berlin. Neben dem Fernweh in fremde Länder spielt der Boom im Deutschland-Tourismus eine Rolle. Auf der ITB mittendrin statt nur dabei: Staatsbad Pyrmont und Weserbergland Tourismus.

veröffentlicht am 08.03.2019 um 14:52 Uhr
aktualisiert am 08.03.2019 um 17:00 Uhr

Bad Pyrmonts Kurdirektor Maik Fischer (mit Mikrofon) spricht auf der Berliner Reisemesse. Foto: pr
Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Es klang ein bisschen nach einem Gag, als sich Bad Pyrmonts Kurdirektor Maik Fischer mit einer ganzen Ladung Pyrmonter Heilmoor auf den Weg zur Reisemesse nach Berlin machte. Aber der Macher des Niedersächsischen Staatsbades Pyrmont wusste, was er tat: Auf der ITB benutzen Gäste das Heilmoor aus dem Kurort tatsächlich als Maske für die Gesichtshaut. Alles nur möglich, wenn man daran glaubt, Erfolg zu haben. Und Fischer glaubt daran: „Bad Pyrmont erfährt hier in Berlin eine ganz besondere Aufmerksamkeit als Medical-Spa-Standort. Internationale Reiseanbieter kommen auf uns zu und wollen Bad Pyrmont in ihr Programm aufnehmen. Das sind Reiseveranstalter zum Beispiel aus China, dem arabischen Raum, Israel und dem kompletten Mittelmeerraum.“ International gehe es nicht um den normalen Wellness-Urlaub, sagt Fischer, sondern darum, „dass Reiseziele gesucht werden, die für ihr Heilmittel-Know-how bekannt sind und die eine Gesundheitskompetenz aufweisen können“. Solche Ziele würden gesucht und gebucht – und Bad Pyrmont könne auf der ITB gerade international „sehr stark punkten“.

Internationale Reiseanbieter kommen auf uns zu und wollen Bad Pyrmont in ihr Programm aufnehmen.

Maik Fischer, Kurdirektor Bad Pyrmont

Beim Weserbergland Tourismus brach auf der Messe Jubelstimmung aus. Geschäftsführerin Petra Wegener freute sich über die Auszeichnung des Weser-Radweges als beliebteste Radroute Deutschlands: „Das ist gigantisch gut. Platz eins unter Deutschlands Radwegen zu sein, ist für uns der größte Erfolg, den man auf der ITB haben kann.“ Eine solche Auszeichnung sei Ansporn für die Zukunft, sich immer weiter zu verbessern – „aber auch ein großer Erfolg, ein Lohn für die Arbeit der vergangenen Jahre“. Nur so konnte der Weser-Radweg den Elbe-Radweg als beliebteste Route für Fahrrad-Urlauber in Deutschland ablösen.

26,3 Millionen Gäste-Übernachtungen im Januar in Deutschland

Auf Tour für den Weserradweg: Petra Wegener (Geschäftsführerin Weserbergland Tourismus) mit ADFC-Chef Ulrich Syberg (li.) und Martin Fahrland von der Mittelweser-Touristik. Foto: pr

Das geht aus der Radreise-Analyse von ADFC und Travelbike hervor, die auf der ITB vorgestellt wurde. „Die Betreiber haben viel in die Wegequalität investiert, den Streckenverlauf optimiert und ihr Produkt intensiv vermarktet“, sagt ADFC-Tourismusexpertin Louise Böhler. Auf den Rängen zwei und drei der Beliebtheitsskala folgen Elbe- und Ruhrtal-Radweg. Der Weserbergland Tourismus hat es jedoch nicht allein mit den Radlern zu tun, sondern mit allen Touristen, egal, auf welchem Wege und mit welchem Gefährt sie ins Weserbergland kommen. Deshalb ist es für Wegener ein zweiter wichtiger Punkt, dass sie in „vielen Fachgesprächen weitere neue Ideen und Projekte“ ansprechen konnte. Ein Ergebnis nennt sie bereits: „Es geht darum, dass wir als Weserbergland Tourismus auf den Online-Reiseplattformen erkennbarer und findbarer werden. Ein erster Schritt ist, dass wir das Weserbergland nunmehr auf urlaubsguru.de platzieren werden.“

Harald Wanger war als Chef der Hameln Marketing und Tourismus GmbH zwei Tage lang in Berlin, allerdings nicht als Aussteller. Für die HMT sei die Messe „Kommunikations- und Ideenbörse Nummer eins“. Schließlich präsentiere sich in Berlin die globale Tourismusbranche – Wanger nutzte das Branchentreffen, um „30 formelle und informelle Kontakte machen zu können“. Das kann bekanntlich nie schaden. Wanger zeigte sich mit den Gesprächen „sehr zufrieden“. So will die Neun-Städte-Kooperation (Hameln, Hildesheim, Celle, Braunschweig, Goslar, Hannover, Göttingen, Lüneburg, Wolfenbüttel) den Flughafen Hannover als Partner in ihre Auslandsaktivitäten einbinden. Im Zuge dessen wird Hameln auf der im April auf dem Airport stattfindenden Fachmesse „Routes“ ausstellen. Zu Gast werden Airlines und Airports aus aller Welt sein.

Mein Standpunkt
Thomas Thimm
Von Thomas Thimm

Die Touristiker aus dem Weserbergland machen momentan vieles richtig: Das Geschäft wird internationaler und digitaler, da muss man mit von der Partie sein. Sonst verliert man. Ob Radweg oder Heilmoor – Daumen hoch. Einzig die vornehme Zurückhaltung Hamelns wundert: Eine Touristenstadt, die nicht auf der internationalen Reisemesse für sich wirbt, muss sich nicht wundern, wenn das nach hinten losgeht.



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