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Jugendliche aus der italienischen Partnerstadt Anzio erkunden über Ostern Bad Pyrmont

Che tempo fa – was für ein Wetter!

Bad Pyrmont. „Abbiamo dimenticato il sole“, sagt lachend Frederico und schließt fröstelnd seine Jacke. Ja, sie haben erkennbar die Sonne in Anzio vergessen einzupacken, denn wer sich aktuell im Internet informiert, könnte wirklich wegen des dort herrschenden Wetters neidisch werden. Für Mittwoch sind für die Stadt am Mittelmeer Sonne und 20 Grad vorausgesagt. Bei stürmischem Regenwetter und Temperaturen unter 10 Grad lief die S-Bahn am späten Sonntagabend auf dem Bad Pyrmonter Bahnhof ein, wo sich Vertreter des Partnerschaftsvereins und die gastgebenden Familien erwartungsvoll versammelt hatten.

veröffentlicht am 31.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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Eisig peischten die Windböen über die Bahnsteige und am liebsten wären die Wartenden schutzsuchend in den Zug eingestiegen. Dennoch schlug den ankommenden jungen Leuten warme Freundlichkeit entgegen. Lautes Stimmengewirr, häufig die Widrigkeit kommentierend, das Aufrufen der Namen und die Umarmung zum Willkommen und schon ging es abwärts in den schützenden Tunnel und zu den Fahrzeugen der Gastfamilien. Am nächsten Morgen werde man sich ja wiedersehen.

Und so treffen sich am Montagmorgen die 17 jungen Leute mit ihren beiden Betreuern Eugenio Bartolini und Frederico Lupi gemeinsam mit ihren Gastgebern und Vertretern der Arbeitsgruppe Anzio des Städtepartnerschaftsvereins. Jens Luker, der Sprecher der Arbeitsgruppe, beherrscht hervorragend die italienische Sprache. Lustige Spiele zum Kennenlernen lockern das Treffen auf und fegen erste Hemmschwellen zwischen den jungen Leuten hinweg. Nebenbei wird auch das Programm für den neuntägigen Aufenthalt in Bad Pyrmont besprochen. Höhepunkte werden am Dienstag der Besuch des naturwissenschaftlichen Zentrums Phaeno in Wolfsburg und am Donnerstag die Besichtigung der Gedenkstätte Wewelsburg sein, wahrlich ein Kontrastprogramm zwischen spaßigen Erlebnissen mit wissenschaftlichen Phänomenen und dem menschenverachtenden Regime der Nationalsozialisten, deren Reichsführer Himmler den Ort zur Gralsburg für seine SS ausbauen wollte und hierzu in der Nähe des Ortes allein für diesen Zweck ein Konzentrationslager errichten ließ.

Am Ostersonntag werden die jungen Italiener mit dem Osterräderlauf eine andere traditionelle Form in der Nachbarstadt Lügde kennenlernen können, bevor es dann am Dienstag nach Ostern eine Abschiedsparty geben wird, denn für Mittwoch, dem 8. April, ist bereits der Rückflug gebucht. Dazwischen jedoch gibt es noch ausreichend Zeit für sie und ihre Gleichaltrigen aus den Gastfamilien, um sich bei unterschiedlichsten gemeinsamen Unternehmungen begegnen zu können. Dabei spielt gerade der kulturelle Austausch, die voneinander abweichenden Lieblingsspeisen wie auch der Einblick in den jeweiligen Alltag eine Rolle. Dies können dann die Pyrmonter Jugendlichen im Juli bei ihrem Gegenbesuch in Anzio vertiefen und das „dolce vita“ in der sommerlichen Atmosphäre einer italienischen Hafenstadt genießen. Wahrscheinlich werden sie dann das Einpacken der hiesigen Sonne getrost vergessen können.

Die italienischen Ragazzi freuen sich mit ihren Gastgebern auf interessante Tage in Deutschland.ti



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