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Wer daran zweifelt, dass Männer Menschen sind, wird in Curth Flatows Komödie aufgeklärt

Charmante Scherze über die Geschlechter

Bad Pyrmont. Da müssen ja jeder Frau vor Mitleid die Tränen kommen: Männer sind also auch Menschen, wer hätte das gedacht?!

veröffentlicht am 06.02.2011 um 18:13 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Aber mal im Ernst: Was Erfolgsautor Curth Flatow in seiner 2006 verfassten Komödie „Männer sind auch Menschen“ so alles zu sagen weiß, hat schon auf recht charmante Weise Hand und Fuß. Und es darf getrost darüber gegrübelt werden, wer denn nun eigentlich das starke und wer das schwache Geschlecht ist.

Spediteur Dieter Lichtenstein gehört eindeutig zu letzterem. Seine Frau Victoria verlässt ihn plötzlich und unerwartet: „Ich habe genug von dir, weil ich nicht genug von dir hatte“. Basta! Der arme Dieter wirkt mehr als hilflos. Trost spendet sein alter Schulfreund Bruno. Mit ihm und zwei Flaschen Slibowitz vergisst Dieter fast alle Probleme mit den Frauen, diesen undankbaren Geschöpfen. Beide stellen in typisch männlicher Schlichtheit fest: „Die Frauen haben uns übermannt“. Zeitweise scheint es, als würde ein Seitensprung des Verlassenen mit einer Vaterschaftsklage enden, aber schließlich sorgt Victoria doch noch für ein Happy End.

„Männer sind auch Menschen“ ist eine der jüngsten Komödien des inzwischen 90-jährigen Erfolgsautors. Bei aller Situationskomik erreicht sie allerdings nicht den Witz von Dauerbrennern wie „Das Geld liegt auf der Bank“ oder „Das Fenster zum Flur“. Unterhaltsam und kurzweilig ist sie aber, und Horst Janson in der Hauptrolle war wohl auch ein Grund für ein ausverkauftes Kurtheater.

Dabei ist der sympathische Darsteller als verlassener Dieter zwar Dreh- und Angelpunkt des Stückes. Der 75-Jährige wirkt aber bei allem immer noch jungenhaften Charme manchmal auch etwas hölzern. Da ist der erfahrene Bühnenhase Horst Schäfer als Bruno einfach der bessere, ausdrucksvollere Schauspieler, der Janson einige Male in den Schatten stellt.

Mit Astrid Straßberger als Victoria und Birgit Anders als Brunos Frau Ille sind die Frauenrollen treffend besetzt. Regisseur Klaus Engeroff sorgt für einen zügigen, realistischen Ablauf der familiären Hängepartie. Vielbeklatschte Schlusspointe: Dieters resignierte Bemerkung „Männer sind schließlich auch Menschen“, kontert Victoria schlagfertig mit dem Satz: „Das ist etwas hoch gegriffen. Männer sind einfach nur Männer.“

Auch mit 75 kommt Horst Janson – hier mit Astrid Straßberger – noch jugendlich ’rüber. Seine Darstellung des verlassenen Ehemannes wirkt indes ein wenig hölzern. Foto: Hei



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