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Delegiertenversammlung im Zeichen aktueller Herausforderungen

Caritas will Zuwanderer beraten

Kreis Lippe / Bad Pyrmont / Lage. Der Caritasverband für den Kreis Lippe und die Stadt Bad Pyrmont stellt sich auf Aufgaben ein, die sich aus der Hilfe und Unterstützung für Flüchtlinge und Mitbürger in Not ergeben. Das wurde während der Delegiertenversammlung des Verbandes in Lage bekannt.

veröffentlicht am 27.10.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:21 Uhr

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Auf die Herausforderungen der Zukunft ist der Verband gut vorbereitet, weil die Flüchtlingsberatung wie andere armutsorientierte Dienste ein ursprüngliches Arbeitsfeld der Caritas ist. Das wurde im Lagebericht für das Jahr 2014 deutlich, den Elisabeth Montag als Vorstandsmitglied den Delegierten präsentierte. Auch der Caritastag 2014 widmete sich dem Thema, als er die Forderung nach „Solidarität“ in einer Gesellschaft untersuchte, die Armut immer mehr verdrängt.

Die Caritas-Mitarbeiterin Britta Langner erläuterte die aktuelle Flüchtlingssituation und wie die Caritas bereits jetzt schon auf die große Zahl der Flüchtlinge reagiert. Neben der Flüchtlingsberatung sind auch Dienste wie die allgemeine Sozialberatung gefragt. Bei der Auseinandersetzung mit neuen Aufgaben wird der Caritasverband wie bisher auf die intensive Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern setzen. Die enge Verbindung zwischen hauptamtlicher Arbeit im Caritasverband und Ehrenamt in den Caritaskonferenzen (CKD) war 2014 deutlich geworden, als der Verband das 40-jährige Bestehen feierte. Eine Festschrift zeichnet nach, dass es die Caritaskonferenzen waren, die in den 1970er Jahren die Gründung des Verbandes gefordert hatten. Damals wie heute erhoffen sich die CKD die Stärkung der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort durch den Caritasverband – eine Unterstützung, die Elisabeth Montag während der Delegiertenversammlung gerne zusagte.

Kooperation ist auch in der Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Lippe angesagt. Seitdem Elisabeth Montag den SkF in Personalunion führt, arbeiten beide Verbände eng zusammen. Im Caritasverband hat sich im personell größten Bereich des Verbandes 2014 etwas geändert. In den Schulbetreuungen in den offenen Ganztagsschulen sowie in der Realschule in Augustdorf hat der Verband jetzt vier Schulbegleiterinnen zur Unterstützung von Schülern mit einer Behinderung eingestellt. Weitere Erzieherinnen und Angehörige des Bundesfreiwilligendienstes betreuen soziale Gruppenangebote in den Schulen. Dorothea Gärtner, Vorsitzende des Caritasrats, des höchsten Gremiums der Ortscaritas, hat in dem zur Delegiertenversammlung erschienenen Jahresbericht geschrieben: „Wer sich auf Neues einlässt, wird mit neuen Chancen belohnt“, sie wagt die Prognose: „Die Arbeit der Caritasverbände und die der Caritaskonferenzen wird noch wichtiger werden.“red

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