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Ausschussvorsitzender will Stadtwerken die Idee der Löwenser Feuerwehr nahebringen

Busse sollen für Nachwuchs werben

Löwensen. Manch einem passierte bereits das Missgeschick, eine Einladung auf der Internet-Plattform „Facebook“ einem größeren Kreis online zu stellen, um sich dann über viele ungeladene Gäste zu wundern. Eine andere Form der Einladung zu einer Geburtstagsfeier erlebte die Löwenser Feuerwehr in diesem Januar, und Ortsbrandmeister Andreas Pflug-stedt schilderte während der Jahreshauptversammlung den amüsanten Ablauf. Als die alarmierten Wehrleute am angeblichen Brandort eintrafen, platzten sie in eine Feier zum 70. Geburtstag. Anlässlich dieses freudigen Ereignisses hatten Gäste Wunderkerzen für das Geburtstagskind entzündet – allerdings unter einem Rauchmelder, der pflichtgemäß seinem Auftrag nachkam und ein mögliches Feuer meldete. „Ansonsten“, so der Löwenser Feuerwehrchef, „war das Einsatzgeschehen im vergangenen Jahr ziemlich durchwachsen.“ Soll heißen, dass von Hilfeleistungen, Bergung von Unfallopfern bis hin zu Brandeinsätzen alles vertreten war, und die Wehrfrauen und Wehrmänner durchaus mehrfach ihre schnelle Einsatzbereitschaft und auch die Zweckmäßigkeit ihrer Einsatzkleidung und -mittel ausprobieren konnten.

veröffentlicht am 21.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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Eine ausreichende und funktionsfähige Ausstattung griffen in ihren Grußworten der stellvertretende Stadtbrandmeister Jörg Krüger und der Abschnittsleiter des Landkreises Hameln-Pyrmont, Jürgen Selle, auf. „Die Feuerwehr hat gegenüber der Politik keine Wünsche, denn alles, was wir für unsere Aufgabenerfüllung brauchen, ist in den Vorschriften niedergeschrieben. Und woher das Geld für eine ordnungsgemäße und notwendige Ausstattung kommt, ist Aufgabe der Politik und nicht die der Feuerwehr“, erklärte Krüger in Richtung Stadtrat. Und Selle weiß zu berichten, dass in Emmerthal bereits der Landesrechnungshof damit begonnen habe, eine Ortswehr aus Kostengesichtspunkten zu durchleuchten. „Ich kenne noch nicht das Ergebnis, doch gespannt auf deren Gutachten und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen sind nicht nur die Führungskräfte der Feuerwehr, sie dürften auch für Hauptverwaltungsbeamte und Kommunalpolitiker von Entscheidungsbedeutung sein“, glaubt Selle.

Bestehende Nachwuchsprobleme beklagten gleich mehrere Wortführende. So schilderte Krüger, dass sich im Umkreis Bad Pyrmonts erstmals weniger als 100 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr befinden. Selle fügte an, dass inzwischen darüber nachgedacht werde, gemeinsam mit der Wirtschaft Termine zu nutzen, um junge Menschen erreichen zu können. Allerdings betrachte die Wirtschaft eine Feuerwehrzugehörigkeit zwiespältig. Erworbene Qualitäten wie soziales Verhalten, technisches Wissen und Führungskompetenzen seien zwar begehrt und willkommen, jedoch müssten stets auch Ausfallzeiten hingenommen werden. „Zur Verbesserung eines Werbeeffektes kann ich mir vorstellen, dass Imagekampagne an den Stadtbussen aufmerksam machen könnten. Zumindest haben das entsprechende Studien belegt“, berichtete Selle. Sein Vorschlag wurde spontan von Uwe Schrader, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Feuerschutz, Sicherheit und Verkehr, aufgegriffen. Der Sozialdemokrat versprach, sich bei den Stadtwerken für diesen Gedanken verwenden zu wollen.

In ihrem Grußwort fand Löwensens Ortsbürgermeisterin Sieglinde Patzig-Buntzel (SPD) mit Verweis auf den vorangegangenen Bericht des Jugendwartes Matthias Pflugstedt anerkennende Worte vor allem für die Jugendbetreuer: „Man kann Euch gar nicht genug danken für das, was ihr leistet und dass es gelingt, die Begeisterung für das Mitwirken in einer Feuerwehr auf die Jugendlichen zu übertragen.“

Mit besonderer Freude nahm Andreas Pflugstedt die Ehrungen langjähriger Feuerwehrkameraden vor. So erhielten Urkunde und Ehrennadel für 50 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr Richard Pohl und Rolf Wesemann ausgehändigt. Und Siegfried Pettig wurde diese Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft in der Löwenser Feuerwehr zuteil.

Die Geehrten Richard Pohl, Rolf Wesemann und Siegfried Pettig (vordere Reihe von li.) mit Urkunden und Gratulanten.ti



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