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Seit 1. April gilt Leinenpflicht

Brut- und Setzzeit: Hundehalter finden viele Ausreden

BAD PYRMONT. Seit dem 1. April gilt in den Wäldern und der freien Landschaft die Leinenpflicht für Hunde, um Jungtiere zu schützten, etwa von der Mutter abgelegte Rehkitze. Doch Bad Pyrmonts Förster Philipp Klapper muss erfahren, dass sich immer wieder Hundehalter daran nicht halten.

veröffentlicht am 16.04.2019 um 13:39 Uhr

Für abgelegte Kitze sind Begegnungen mit frei laufenden Hunden gefährlich. Foto: dpa
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Hunde, die unbeaufsichtigt durch das Feld streichen, machen mir Angst. Danke, dass du deinen Hund vom 1. April bis 15. Juli an der Leine führst. So habe ich gute Chancen, sicher aufzuwachsen.“ Diese Worte legen Tierschützer in den sozialen Medien einem Kitz in den Mund. Den Post ziert das Foto eines kleinen Rehs mit gepunktetem Fell. Die Info ist topaktuell. Jetzt im Frühling hat die Brut- und Setzzeit begonnen. Wiese, Feld und Wald verwandeln sich in eine große Kinderstube.

Bad Pyrmonts Revierförster Philipp Klapper und Hegeringleiter Hans-Joachim Böhnke haben allen Grund, darauf hinzuweisen, denn immer noch gibt es Zeitgenossen, die entweder nicht wissen, dass jetzt in den Wäldern und der freien Landschaft die Leinenpflicht für Hunde gilt, oder sie wollen es nicht wissen. „Angeblich wollen alle immer die Natur schützen, aber wenn es um das eigene Verhalten geht, scheint einigen alles egal und nur das eigene Wohlergehen vordergründig“, berichtet Klapper über seine Erlebnisse. „Über die teils massive Störung der Lebensgemeinschaften machen sie sich dann keine Gedanken und fühlen sich noch angegriffen, wenn man sie darauf anspricht.“ Zum Glück zeige aber der Großteil der Hundehalter Verständnis, so der städtische Förster.

Ausreden kennt er aber jede Menge. Zum Beispiel habe ihm vergangene Woche eine Dame darauf hingewiesen, dass ihr Hund schon 16 Jahre alt sei und keine Rehe mehr hetze. „Es geht ja nicht nur um Rehe, sondern auch um ihre Kitze, die von ihren Mütter abgelegt werden, oder es geht um Bodenbrüter, die durch Hunde gestört werden. Passiert das mehrfach am Tag, werden die Eier kalt und sind verloren“, macht Klappa deutlich, was frei laufende Hunde anrichten können. Immer wieder gehörte Ausreden seien auch „Mein Hund macht nichts, der hört aufs Wort“ oder „Ich gehe hier mit meinen Hunden schon seit 20 Jahren lang“. Alles das zieht aber nicht. Beim ersten Verstoß bleibt es meist bei einer Verwarnung, im Wiederholungsfall drohen Geldstrafen.



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