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Wenn die Heemsteder Brücke zu ist

Brückensperrung: 20.000 Autos müssen ab Januar täglich umgeleitet werden

BAD PYRMONT. Auch wenn Bad Pyrmont mit einer Brückensperrung reichlich Erfahrung hat, so dürfte die Sperrung der Heemsteder Brücke Anfang kommenden Jahres eine ziemliche Herausforderung darstellen. Gilt es doch, täglich gut 20 000 Fahrzeugen den Weg in beziehungsweise aus der Stadt zu ermöglichen.

veröffentlicht am 21.11.2017 um 12:52 Uhr
aktualisiert am 21.11.2017 um 18:56 Uhr

Die Heemsteder Brücke muss erneuert werden. Ein Jahr sollen die Arbeiten dauern. Foto: Archiv/uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Entsprechende Umleitungspläne über die Solbadstraße einschließlich „An der Saline“ und die Waldecker Straße wurden jetzt der Politik vorgestellt. Noch steht nicht genau fest, wann der Abriss der alten Brücke in der Bahnhofstraße beginnt. Nach dem Kenntnisstand der Stadtverwaltung soll es Anfang 2018 so weit sein, abhängig vom Wetter. Dauern soll das Ganze gut ein Jahr. Darum hatte die Gruppe 17 um eine frühzeitige Information über die beabsichtigten Umleitungen gebeten. Und die hat es in sich, auch wenn die Details noch ausgearbeitet werden müssen. Zwei neuralgische Punkte dürfte es dabei geben. „Der Knackpunkt ist die Kreuzung an der Saline“, benannte die zuständige Fachbereichsleiterin Sabine Jösten im Ausschuss für Ordnung und Soziales am Montagabend einen dieser Knotenpunkte. Man werde versuchen, mit einer Dreiphasen-Schaltung der Ampel und einer geänderten Programmierung für einen möglichst guten Verkehrsfluss zu sorgen, kündigte sie an. Außerdem soll die Ausfahrt aus der Dringenauer Straße nach links unterbunden werden, „um die Leistungsfähigkeit dieses Knotenpunktes zu erhöhen“, wie Jösten begründete.

Das wird Bad Pyrmont vor große Herausforderungen stellen.

Ihre Aufmerksamkeit werden die Verkehrsplaner der Verkehrskommission aus Stadt, Landkreis, das Straßenbauamt Hameln und der Polizei auch auf die Stelle richten, wo Waldecker Straße und Solbadstraße in sehr spitzem Winkel aufeinandertreffen. Dort soll die Vorfahrt wieder geändert werden. „Das ist eine schwierige Situation“, urteilte Ausschussmitglied Udo Nacke (CDU), früherer Chef der Pyrmonter Polizei und damit vom Fach. Er plädierte dafür, auch über Alternativen nachzudenken. Jösten betonte, dass es darum gehe, Umleitungsverkehr durch die Wohngebiete und die Helenenstraße, die Gartenstraße, die Arolser Straße, die Helenenstraße und die Georg-Viktor-Straße zu verhindern. Diese Straßen und der Neubrunnenweg als kürzeste Alternative zur gesperrten Brücke sollen ausschließlich Anliegern vorbehalten sein. Nach deren Beobachtungen ist die Situation sowohl im Neubrunnenwege als auch in der Straße „An der Saline“ schon jetzt problematisch. In beiden Straßen werde viel zu schnell gefahren, im Neubrunnenweg werde die Tonnage-Begrenzung für Lastwagen nicht beachtet, berichtete Charlottes Ploenes von der Töpferei „Salzkothe“.

Infolge der großräumigen Umleitungen für die seit Montag dieser Woche gesperrte Brücke in Amelgatzen sei mit verstärktem Verkehr über den Grießemer Berg, die Grießemer Straße und die Straße Auf der Schanze zu rechnen, so Jösten. Auch die Hohenborner Straße werde stärker in der Anbindung zwischen dem nordrhein-westfälischen Bereich und Hameln frequentiert werden. Auch in den Ortschaften Thal und Löwensen rechnet sie fest mit verstärktem Durchgangsverkehr.

Wegen der Sperrung der Brücke wird die Rechtsabbiegerspur aus Thal kommend in die Bahnhofstraße entfernt und stattdessen die Zufahrt zum Bahnhof mit einer Linksabbiegerspur hergestellt.

Welche Auswirkungen die Umleitungen wirklich haben werden, muss sich zeigen. Jösten kündigte an, die Baumaßnahme eng mit allen Beteiligten zu begleiten und bei Bedarf die Anordnungen immer wieder anzupassen. Bei den Kontrollen setze man auf die Zusammenarbeit mit der Polizei. Zudem wolle das Straßenbauamt Hameln als Bauherr der neuen Heemsteder Brücke noch eine Informationsveranstaltung anbieten. „Das werden wir dann tun, wenn wir genügend Informationen haben“, sagte der Leiter der Behörde, Markus Brockmann, auf Anfrage am Dienstag.

Dass auch die beiden gut genutzten Rad- und Fußgängerbrücken zu beiden Seiten der Hauptbrücke nach Kenntnisstand von Jösten während der Bauzeit gesperrt werden sollen, ist neu und sorgte im Ausschuss für Überraschung. Bislang war die Rede vom Gegenteil. „Die Sicherheit geht vor, aber mindestens eine Brücke sollte passierbar bleiben“, schlug Uwe Schrader (SPD) vor. „So wird es auch kommen“, versicherte Brockmann auf Nachfrage. „Eine Brücke wird der Baufirma zur Verfügung stehen, die andere Fußgängern und schiebenden Radfahrern.“


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