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Aber: Kostenfrage soll geklärt werden / Umgestaltung des Bahnhofsplatzes heute im Bauausschuss

Brücken-Idee fällt auf fruchtbaren Boden

Bad Pyrmont (HW). Die Idee von Bürgersinn und FDP, westlich neben der Heemsteder Brücke an der Bahnhofstraße ein weiteres Bauwerk zur Emmer-Querung für den stadtauswärts fließenden Verkehr zu errichten (wir berichteten), ist bei den übrigen Ratsfraktionen auf durchweg fruchtbaren Boden gefallen. Verhalten äußerte sich lediglich der Fraktionsvorsitzende des Gruppenpartners CDU, Udo Nacke.

veröffentlicht am 17.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 06:21 Uhr

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„Ich wehre mich nicht dagegen, diesen Vorschlag ernsthaft zu prüfen“, erklärte Ulrich Watermann auf Anfrage. Für den Fraktionschef der oppositionellen Sozialdemokraten im Pyrmonter Rat ist jede Idee willkommen, die hilft, die Quellen nicht zu beschädigen. „Alles andere wäre verhängnisvoll für Bad Pyrmont“, unterstrich der Landtagsabgeordnete. Der Quellenschutz müsse „vor allen anderen Dingen Vorfahrt haben“. Und dass Heilquellen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, wäre bei einer erforderlichen Sanierung der Freienwalder Brücke im Bereich der Saline nicht auszuschließen. „Insbesondere dann nicht, wenn Gründungsarbeiten erforderlich sein sollten“, hatte Christian Güse, Fraktionschef von Bürgersinn und FDP, bereits zu bedenken gegeben. Der Grund: Bohrungen hatten ergeben, dass schon in neun Metern Tiefe Quellwasser fließt.

Watermann warnt allerdings auch vor zu schnellen Entscheidungen: „Wir müssen prüfen, ob ein neues Bauwerk neben der Heemsteder Brücke auch realistisch ist. Das müssen wir abchecken, zumal im Bereich Waldecker Straße eine weitere Kreisellösung erforderlich wird, um den Verkehr händeln zu können.“

Zudem gelte es, Eigentumsverhältnisse sowie Kosten und Nutzen zu prüfen. Der Sozialdemokrat regt an, mit Vertretern aus Stadt, Landkreis und Land alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, „um zu gucken, ob es zu einer Finanzierungslösung kommen kann.“ Grundsätzlich, so Watermann, gelte es, jede neue Idee „gewissenhaft abzuwägen“.

Auch für Klaus Muchow ist der Kostenrahmen wichtig. „Wir waren und sind immer für einen Fußgänger- und Radfahrerschutz“, sagt der Grünen-Fraktionschef. Und weil die Bürgersinn-/FDP-Fraktion vorgeschlagen hat, im Falle eines Neubaus die Freienwalder Brücke für den Verkehr zu sperren und ausschließlich dieser Klientel zur Verfügung zu stellen, spielt das den Grünen in die Karten. Allerdings will sich Muchow noch keine abschließende Meinung bilden. Er verweist auf die öffentliche Sitzung des Bauausschusses am heutigen Dienstag, in der ab 18 Uhr im Rathaus durch das Hildesheimer Ingenieurbüro Richter GmbH eine Planungsskizze zur Umgestaltung der Stadteinfahrt am Pyrmonter Bahnhof vorgestellt werden soll. Dem vorausgegangen war ein Antrag der aus CDU, Bürgersinn und FDP bestehenden Mehrheitsgruppe, die Verwaltung zu beauftragen, entsprechende Angebote einzuholen.

Der ausstehenden Sitzung will auch Nacke nicht vorgreifen. „Bürgersinn und FDP haben uns inzwischen über das Vorhaben informiert. Wir haben uns aber noch keine abschließende Meinung gebildet und wollen uns erst den Planer anhören“, erklärte der Christdemokrat und fügte hinzu: „Wenn es eine Alternative zur Kosteneinsparung ist, dann ist es gut.“ Zweifel hegt Nacke allerdings, ob sich das Vorhaben auch „verkehrsplanerisch im Bereich Waldecker Straße umsetzen lässt“.

Für Peter Schmidt handelt es sich um eine „neue Idee, die nach ihren Vor- und Nachteilen abgewogen werden muss“. Aber auch der Vertreter der Linken im Bad Pyrmonter Rat rückt die Kostenfrage in den Vordergrund und will erst einmal den Verlauf der heutigen Bauausschusssitzung abwarten.

Rechts neben der Heemsteder Brücke, also in westlicher Richtung, soll nach den Vorstellungen von Bürgersinn und FDP ein neues Bauwerk entstehen, das den Verkehr einspurig aus der Kurstadt lenkt. Die sanierungsbedürftige Bad Freienwalder Brücke (unten) bliebe dann Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Übrigens: Wegen einer Überprüfung der Gips-Rissmarken muss die alte Brücke am Freitag zwischen 9 und 12 Uhr gesperrt werden. Fotos: HW



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