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Porzellansammlerin stellt in Segovia aus

Brigitte Britzke sorgt in Spanien für Kunst-Ereignis

Bad Pyrmont/Segovia. Regionale spanische Zeitungen, das Fernsehen und selbst die große Tageszeitung ,,El Mundo“ berichteten ausführlich über ein vielbeachtetes Kunst-Ereignis in Segovia, 90 Kilometer nordwestlich von Madrid. Dort wurde im Torreon de Lazoya die Ausstellung ,,La porcelana de Meissen – en la Coleccion Britzke“ eröffnet. Etwa 400 Exponate aus der Sammlung der Pyrmonterin Brigitte Britzke (83) sind dort in den Vitrinen zu sehen.

veröffentlicht am 09.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 12:41 Uhr

Die Pyrmonterin Brigitte Britzke mit dem Ausstellungskatalog. Fo

Autor:

Karin Heininger
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Das Besondere daran: Weil die Manufaktur und ihre Erzeugnisse in Spanien kaum bekannt sind, ist dies in dem Land die erste Ausstellung überhaupt zu dem Thema. Auch in einschlägigen deutschsprachigen Magazinen wie der Zeitung ,,Kunst und Auktionen“ wird über die Präsentation berichtet. Zum 300. Jahrestag der Entdeckung des Porzellans in Europa hatte sich die gemeinnützige Stiftung ,,Obra Social de Caja Segovia“ entschlossen, die Britze-Sammlung, die schon 2002/03 im Pyrmonter Museum zu sehen war, in einem restaurierten Wehrturm der Festung Segovia auszustellen.

Sie sammelt schon seit 50 Jahren

Zu der Zusammenarbeit zwischen Britzke und Segovia kam es durch Vermittlung des Kunst- und Porzellanhändlers Johann Ofner in Hamburg. Er ist einer von vielen ,,Porzellanfreunden“ der Pyrmonterin; man kennt sich von Auktionen, Messen und Ausstellungen, und die gleiche Leidenschaft verbindet. Denn schon seit 50 Jahren sammelt die geborene Berlinerin, die seit 1961 in Bad Pyrmont lebt, Meißener Porzellan des 18. Jahrhunderts. ,,Mein erstes Stück, an dem ich natürlich heute noch hänge, war ein kleines Muschelschälchen“, erzählt die Apothekerin, die sich auf Tafelgeschirr, Kaffee- und Ess-Service spezialisiert, aber auch Galanteriewaren, Bestecke und Figuren in ihre Kollektion aufgenommen hat.

So ist eines ihrer Lieblings-Objekte eine komplette Serie musizierender Mädchen, die sie auf vielen Reisen immer wieder ergänzt hat. Die zehn Mädchen werden von Apoll dirigiert. ,,Aus Spaß habe ich auch mal einige Nachahmungen dieser Figuren gekauft. Aber den Unterschied sieht man sofort. Die echten Meißen-Figuren sind einfach viel anmutiger und haben eine schönere Körperhaltung“, sagt Brigitte Britzke.

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Die Ausstellung in Spanien zeigt die Entwicklung der Manufaktur, angefangen beim Böttger-Steinzeug, folgt der Porzellan-Entwicklung, zeigt unter anderem Chinoiserien, Malereien in Unterglasurblau, ostasiatische und Relief-Dekore. Die 400 Exponate hat die Pyrmonterin selbst für den Katalog zur Ausstellung fotografiert und dazu die Texte geschrieben. Doch das war nicht die einzige Vorarbeit.

Alle Exponate mussten von einer Spezialfirma sorgfältig für den Transport verpackt werden. Einige Male reiste Britzke nach Segovia, verhandelte mit der Katalog-Druckerei, verständigte sich auf Englisch mit den Veranstaltern, vor allem mit der Kommissarin der Ausstellung, Carmen de Arechaga, und flog schließlich mit Lampenfieber zur offiziellen Eröffnung.

Dass die Ausstellung von Brigitte Britzke im spanischen Segovia sehr erfolgreich läuft, zeigt die Tatsache, dass sie jetzt bis zum 8. November verlängert wurde.

Die Sammlerin mit einigen ihrer 400 Exponante im Torreon de Lazoya in Segovia.

Foto: Museum

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