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Doch die Politik will ein Einzelhandelsgutachten abwarten, bevor sie über mehr Verkaufsfläche für Aldi entscheidet

Breitere Gänge findet die Bürgermeisterin gut

Bad Pyrmont. Peter Flapspöhler gab sich alle Mühe. Mindestens 75 Prozent des künftig ausgeweiteten Sortiments seien Lebensmittel, alle anderen Artikel seien auf 25 und 13 Prozent beschränkt, so der Stadtplaner. Und eine Erweiterung der Verkaufsfläche um 210 auf 1000 Quadratmeter werde keine messbaren negativen Auswirkungen auf die Nahversorgung Pyrmonts haben, versicherte er.

veröffentlicht am 06.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:21 Uhr

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Doch es half nichts. Über das Vorhaben des Discounters Aldi in Holzhausen, für den der Bebauungsplan geändert werden müsste, wollen die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses erst dann entscheiden, wenn das von der Stadt in Auftrag gegebene Einzelhandelsgutachten zur Entwicklung der Nahversorgung in Bad Pyrmont vorliegt, was etwa Mitte März so weit sein soll.

„Wir nehmen die Bedenken des Einzelhandels sehr ernst“, gab der CDU-Fraktionsvorsitzende Lars Diedrichs die Richtung vor, der sich alle anschlossen. Er reagierte damit auf eine entsprechende Kritik von Michael Gerth, der die Sorgen des Einzelhandels in der Innenstadt vorgetragen hatte und davor warnte, Sondergebiete für großflächige Supermärkte nach dem Gießkannenprinzip auszuweisen, denn das schwäche die zentralen Versorgungsbereiche. „Der Leidtragende wird der Bürger sein, der dann quer durch die Stadt fahren muss, um einzukaufen.“ Das sieht auch Detlef Malzahn vom Seniorenberat so. „Solche Ansiedlungen machen langsam die Innenstadt kaputt und darunter leiden besonders die Senioren“, stellte er fest. Bürgermeisterin Elke Christina Roeder dagegen gefällt das Vorhaben. „Auch solche Märkte sind wichtig, und wenn Aldi breitere Gänge plant, dann ist das auch für Senioren und junge Familien mit Kinderwagen gut.“

Es ist aber nicht das Ansinnen von Aldi alleine, dass die Politik zum Abwarten veranlasst. Sie muss bald möglicherweise über weitere Ansiedlungen in der Nachbarschaft des Discounters entscheiden. Darauf wies Christian Güse (Bürgersinn/FDP) hin. Bekanntlich haben auch Edeka und Rewe Interesse (wir berichteten).uk

An der östlichen Gebäudeseite will Aldi einen Anbau errichten, um den Markt in Holzhausen zu erweitern.uk



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