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Die Bossel bleibt im Schrank

Brandschutz an Südhalle: Baumaßnahmen verhindern Turnier

BAD PYRMONT. Es wäre in diesem Jahr das 51. Bosselturnier gewesen. Wie in jedem Jahr geplant und mit zahlreichen Helfern auf die Beine gestellt vom Behindertensportverein Bad Pyrmont. „Bislang hatten wir es stets mit vereinten Kräften geschafft, auch wenn wir selbst nun mal nicht jünger oder gesünder werden“, sagt Anneliese Becker, die erste Vorsitzende dieses besonderen Sportvereins.

veröffentlicht am 02.11.2018 um 18:51 Uhr

Das traditionelle Bossel-Turnier musste dieses Jahr abgesagt werden. Foto: yt/Archiv
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Klaus Titze Reporter
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Zudem wäre es ihr letztes Turnier gewesen, dass sie als Vereinschefin wie vorgeplant am Freitagabend, 9. November, in der Sporthalle an der Südstraße hätte eröffnen können.

„Ich werde mich aus gesundheitlichen Gründen im März 2019 nicht wieder für diese Funktion zur Verfügung stellen“, verkündet sie. Erleichtert zeigt sie sich, bereits eine Nachfolgerin gefunden zu haben, die nach Beckers Überzeugung mit neuem Elan und neuen Ideen den Verein beleben wird. Preisgeben wolle sie den Namen jedoch noch nicht.

„Leider haben sich die Unwägbarkeiten wegen der Benutzung der Südhalle eher gesteigert und diese Ungewissheit hat uns im Vorstand bewogen, das diesjährige Turnier abzusagen“, erklärt Becker. Zunächst hätten die Signale aus dem Rathaus deutlich zu verstehen gegeben, dass aufgrund der festgestellten Brandschutzmängel unabwendbare Baumaßnahmen erforderlich sein würden. Nach den ersten Mitteilungen habe sich zunächst abgezeichnet, dass über den vom Verein geplanten Zeitraum die Halle nicht nutzbar sein werde.

A. Becker Foto: Ti

Nun sei in dieser Woche ein Schreiben von der Stadtverwaltung bei ihr eingegangen. Daraus gehe hervor, dass vom 22. bis 30. Oktober ein Drittel der Halle durch Arbeiten am Dach gesperrt sei, zwei Drittel allerdings zur Verfügung stünden. Vom 5. bis 16. November könne die Halle ohne Einschränkungen genutzt werden, ab dem 19. bis zum 23. November erfolge wiederum eine Sperrung.

„Demnach hätte es doch mit dem Turnier gelingen können“, meint Becker. Doch diese Spanne sei ihnen einfach zu ungewiss. Da müsse nur eine leichte Verzögerung bei den Baumaßnahmen eintreten und schon komme man in Bedrängnis. Zudem bliebe es bei der Komplettsperrung der Tribüne, Besucher und Zuschauer müssten sich in der Halle um die Teilnehmer herumdrängeln, Tische, Stühle oder Bänke dürften nicht aufgestellt werden. „Wie soll da Freude am Turnier aufkommen?“ Immerhin würden 30 Mannschaften auf sechs Bahnen antreten und sich somit rund 110 Personen in der Halle aufhalten. „Das ist uns ein zu großes Risiko, zumal die schweren Bossel durchaus auch verletzen können, wenn man unachtsam ist“, ergänzt sie. „Der Vereinsvorstand hat sich fest vorgenommen, das Bosselturnier in jedem Fall 2019 wieder aufzunehmen und auch fortzuführen.“



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