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Bädertage mit 400 Gästen

Branchentreff für 350 Kurorte

BAD PYRMONT. Bädertage im Doppelpack hat es in der Geschichte der deutschen Kur- und Heilorte bislang noch nicht gegeben. Erstmals wird das an diesem Donnerstag und Freitag in Bad Pyrmont zu erleben sein, wo der Deutsche und der Niedersächsische Bädertag stattfinden. Gut 400 Teilnehmer werden dazu erwartet.

veröffentlicht am 01.11.2017 um 12:24 Uhr
aktualisiert am 01.11.2017 um 17:00 Uhr

Der Bädertag hat auch ein Team des NDR aus Hannover für die Sendung „Hallo Niedersachsen“ am angelockt. Kameramann Andreas Oschek fängt am Mittwoch im Kurpark ein paar Szenen mit Therapeuten des Staatsbades ein, die Gesundheitssport demonstrieren. Fo
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Der Deutsche Bädertag ist der Branchentreff, bei dem der Deutsche Heilbäderverband im 125. Jahr seines Bestehens aktuell über Heilbäder und Kurorte berichtet. In Bad Pyrmont steht der 113. Deutsche Bädertag unter dem Motto „Heilbäder und Kurorte – starke Säulen der Gesundheitswirtschaft der Zukunft“. Um die weitreichenden Anforderungen im Tourismus als auch in der Gesundheitsbranche oder vielmehr noch zu übertreffen, müssen sich die 350 staatlich anerkannten Heilbäder und in Deutschland verändern. Darüber herrscht Konsens. Und auch darüber, dass das am besten gemeinsam, geht, wie die Präsidentin des Verbandes, Brigitte Goertz-Meissner betont. Darum trage der diesjährige Niedersächsische Bädertag den Titel „Zukunft gemeinsam gestalten! Innovationstage Heilbäder und Kurorte.“ Vorgeschlagen hat diesen Titel Bad Pyrmonts Kurdirektor Maik Fischer, gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender des niedersächsischen Heilbäderverbandes. Er hatte sich dafür eingesetzt, den 4. Niedersächsischen Bädertag nach Bad Pyrmont zu holen. Zum einen, weil das Staatsbad in diesem Jahr 70 Jahre alt geworden ist. „Es gab aber auch inhaltliche Gründe, wie die besondere Bedeutung und die Innovationen aus dem Staatsbad Pyrmont“, betont er und fügt hinzu: „Wir haben uns damit gegen andere Mitbewerber durchgesetzt.“

Für den Deutschen Bädertag hat es laut Fischer einen Vorstandsbeschluss gegeben, weil sowohl der Heilbäderverband Niedersachsen als auch das Staatsbad Pyrmont mit seinen Programmen und Entwicklungen besonders innovativ seien.

Grundsätzlich geht es bei den Tagungen um die Handlungsfelder Gesundheitstourismus, Destinationsmanagement sowie Kurorttherapie und -medizin. Sie sollen mit neuen Ideen gefüllt werden. „Wenn es den Heilbädern gelingt, sich von den rein touristischen Destinationen abzuheben und und ihre Alleinstellungsmerkmale und die besondere Qualität ihrer Leistungen deutliche herauszuheben, bieten sich ihnen auch weiterhin große Wachstumspotenziale, denn die Gesundheitswirtschaft boomt“, zeigt sich Verbandspräsidentin Goertz-Meissner überzeugt.

Auch Bad Pyrmont wird Gelegenheit bekommen, sich und seine Möglichkeiten und Ansätze vorzustellen. Dr. Martin Gehlen, Chefarzt der Klinik „Der Fürstenhof“, spricht über Rehabilitationsforschung und kurörtliche Entwicklungsforschung, Karsten Stahlhut, Geschäftsführer der Bad Pyrmont Tourismus GmbH und Maria Bialas, Leiterin des Gesundheitsmanagements beim Staatsbad spechen über den Ausbau des gesundheitlichen Gästesegments und Maik Fischer selber spricht über Nutzen und Perspektiven des in Zusammenarbeit mit der Hochschule Weserbergland neu entwickelten Zertifikationsprogramms für den niedersächsischen Heilbäderverband. Und last but not least: Einen amüsanten Ausflug in die Kuriosa am Beispiel Bad Pyrmonter Brunnenkuren verspricht Titus Malms, bestens vertraut mit der Historie des Kurortes.

Die beiden Bädertage enden am Samstag mit einer Ärztefortbildung, bei der es um Innovationen in der Osteologie, Orthopädie und Rheumatologie geht.

Information

Das Rahmenprogramm

Als Gastgeber bieten das Staatsbad und die Stadt ein Rahmenprogramm für die Teilnehmer an. Die Stadt lädt sowohl heute als auch am Freitag zum gemeinsamen Abendessen ein. Doch die Vertreter der Heil- und Kurorte sollen auch etwas sehen von Bad Pyrmont. Zum Beispiel bei einer historischen Stadtführung mit der Fürstin von Waldeck-Pyrmont. Auch die Schlossinsel und das städtische Museum können die Gäste erkunden. Dafür steht ihnen Museumsleiterin Vanessa-Charlotte Heitland für zwei Führungen zur Verfügung. Und natürlich bietet es sich an, die aktuelle Lichtinszenierung „LightArt 2017“ im Kurpark zu erleben. Die Führungen sind auf Einladung des Staatsbades für die Teilnehmer kostenlos.

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