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Kreis meldet neue Ergebnisse am früheren Fakesch-Gelände und bereitet erneut Sanierung vor

Bodenverseuchung bleibt Thema

BAD PYRMONT. Auch 30 Jahre nach dem durch die ehemalige Reinigung Fakesch an der Gutenbergstraße verursachte Bodenverseuchung mit leicht flüchtigen halogenierte Kohlenwasserstoffen (LHKW) sind die schädlichen Folgen für die Umwelt noch messbar und machen erneute Sanierungsarbeiten notwendig. Das hat der Landkreis Hameln-Pyrmont am Freitag berichtet. Eine Gefährdung der Heilquellen, des Trinkwassers und der Emmer schließe der beauftragte Gutachter aber weiterhin aus, so Dezernent Andreas Manz.

veröffentlicht am 03.06.2016 um 17:53 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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1986 war bekannt geworden, dass es durch Unkenntnis und falsche Handhabung des Entfettungsmittels Tetrachlorethen zu erheblichen Schadstoffeinträgen in den Untergrund gekommen war. Boden- und Grundwasserkontamination waren die Folge. Bis zum Jahr 2001 wurden insgesamt 1,5 Tonnen Schadstoff (PER) ausgetragen, dann wurde die Sanierung eingestellt.

„Sowohl auf dem ehemaligen Fakesch-Gelände als auch in dessen Abstrom kann aufgrund von Ausgasungsprozessen aus der ungesättigten Bodenzone in die Umgebungsluft ein teilweiser Übergang der LHKW in die Raumluft der hier vorhandenen Gebäude nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises, der im Oktober 2015 erneut Untersuchungen veranlasst hatte. Auf Basis dieser neuen Erkenntnisse ist zunächst die Vorbereitung einer ersten Sanierungsmaßnahme auf dem ehemaligen Fakesch-Grundstück vorgesehen. Zur Minimierung des Schadstoffpotenzials in der nicht mit Wasser gesättigten Bodenzone soll die belastete Bodenluft abgesaugt und gereinigt werden.

Von der Haupteintragsstelle strömt das belastete Grundwasser auf einer Breite von rund 40 Meter ab. Bis zur 500 Meter entfernten Emmer verbreitert sich die Schadstofffahne deutlich. Der unmittelbare Grundwasserabstrom wird von einer Brunnengalerie gesichert, indem das zuströmende Grundwasser abgepumpt und gereinigt wird. Damit soll mittelfristig die Belastung des Boden und des Grundwassers reduziert werden. Um die Sanierung effektiv zu gestalten, werden vorab sanierungseinleitende Bodenluftabsaug- und hydraulische Pumpversuche durchgeführt. Zusätzlich sind unterhalb des Fakesch-Geländes analog der bisherigen Vorgehensweise weitere Boden- und Grundwasseruntersuchungen vorgesehen. Die Sanierung soll 2017 beginnen.

Zu den Kosten machte der Kreis keine Angaben. Bis 2001 wurden zulasten des Steuerzahlers 1,5 Millionen Euro ausgegeben.uk



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