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Waltraut Lehmann übergibt Leitung der Krankenhaushilfe Andrea Goedecke

„Bloß keinen großen Bahnhof“

Bad Pyrmont. „Kann ich heute Morgen etwas für Sie tun?“ Wer schon einmal im Bad Pyrmonter Bathildiskrankenhaus zu Gast war, dem hat höchstwahrscheinlich ein freundlicher Mensch im grünen Kittel diese Frage gestellt. Die „grünen Damen und Herren“ der evangelischen Krankenhaushilfe holen Patienten eine Zeitung vom Kiosk, besorgen das Lieblingsshampoo aus dem Supermarkt oder haben einfach ein offenes Ohr für ein Gespräch.

veröffentlicht am 09.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 09:21 Uhr

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Autor:

Lucie flebbe
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„Das ist Luxus in einer Zeit, in der der Druck auf die Mitarbeiter im Krankenhaus zunimmt“, weiß Krankenhausseelsorgerin Annett Speel, die eng mit den „Grünen“ zusammenarbeitet. Im Rahmen eines Dankesgottesdienstes hat die Pastorin jetzt das langjährige Führungsteam der örtlichen Krankenhaushilfe verabschiedet. Sieben Jahre lang leitete Waltraud Lehmann zusammen mit Stellvertreterin Ingrid Elle die „Grünen“. Jetzt übergaben die beiden ihre Ämter an ihre Nachfolgerinnen Andrea Goedecke und Ursula Moll.

„Eigentlich wollte ich keinen großen Bahnhof aus der Verabschiedung machen“, erklärt Waltraud Lehmann, die weiterhin in der Krankenhaushilfe aktiv bleiben wird. Nur die organisatorischen Aufgaben überträgt sie an ihre Nachfolgerin Andrea Goedecke. „Ich trete in die zweite Reihe zurück. Für die Patienten bin ich weiterhin da“, versichert Lehmann.

Stolz ist Waltraud Lehmann innerhalb des ehrenamtlichen Helferteams besonders auf die Zusammenarbeit, die sich unter ihrer Leitung deutlich verbessert hat. „Wir haben es geschafft, aus den einzelnen grünen Damen des ehemaligen Krankenhauses St. Georg und des Bathildiskrankenhauses ein echtes Team zu bilden“, freut sie sich.

Sich still und leise aus dem Amt zu schleichen, gelang Waltraut Lehmann hingegen nicht. „Grüne Damen und Herren“ aus Hameln und Bad Pyrmont nahmen am Gottesdienstes in der Kapelle des Bathildiskrankenhauses teil, und der Landesvorstand der evangelischen Krankenhaushilfe reiste eigens aus Soltau an. „Die ‚Grünen‘ spenden ihre Zeit“, erklärt Alfred Karl Walter, Geschäftsführer des Bathildiskrankenhauses, der seinen Urlaub unterbrach, um Lehmann und Elle persönlich zu verabschieden. Er weiß zu schätzen, dass mithilfe der ehrenamtlichen HelferInnen „der christliche Gedanke der Nächstenliebe im Krankenhaus gelebt wird“.

Nachfolgerin Andrea Goedecke, die das Ehrenamt neben ihrer beruflichen Tätigkeit ausübt, will Lehmanns Arbeit fortführen. Doch auch neue Ziele hat sie bereits im Blick: „Die Weiterbildung der MitarbeiterInnen, zum Beispiel in der Gesprächsführung, ist mir wichtig.“ Außerdem plant Goedecke, das Einsatzgebiet ihrer Mitarbeiter zu erweitern und zukünftig auch die Bewohner des Altenheims Bethanien zu betreuen. „Dort werden andere Anforderungen an uns gestellt“, weiß Waltraut Lehmann. „Im Krankenhaus sehen wir die Patienten nur wenige Male, im Seniorenheim werden die Bewohner auf unseren Besuch warten.“

Um die Krankenhaushilfe im Haus Bethanien auf die Beine zu stellen, benötigt das Team noch Verstärkung. Andrea Goedecke wünscht sich ausdrücklich auch männliche Interessenten. „Die Männerquote im Team zu erhöhen, ist ebenfalls eins meiner Ziele, denn die Gleichberechtigung ist mir wichtig“, betont sie. Derzeit besteht das „Grünen“-Team der evangelischen Krankenhaushilfe aus 13 Damen und einem Herrn.



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