weather-image

Udo Nacke kritisiert Landkreis

Blome soll Kündigung der Kfz-Außenstelle verhindern

BAD PYRMONT. Die Schließung der Außenstelle des Straßenverkehrsamtes in Bad Pyrmont zum Ende dieses Jahres wollen Pyrmonts Politiker nicht so einfach hinnehmen. Sie haben Bürgermeister Klaus Blome (parteilos) aufgefordert, darüber noch einmal mit den zuständigen Vertretern des Landkreis Hameln-Pyrmont zu verhandeln.

veröffentlicht am 24.08.2017 um 10:57 Uhr
aktualisiert am 24.08.2017 um 14:30 Uhr

Das An-, Um- und Abmelden von Autos soll vom neuen Jahr an nur noch in Hameln geschehen. Dagegen hat die Pyrmonter Politik was. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

Autor

Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Wie berichtet, hat der Landkreis die seit fast zehn Jahren bestehende Vereinbarung mit der Stadt Bad Pyrmont gekündigt und das mit wirtschaftlichen Gründen begründet. Die Gesamtentwicklung der letzten Jahre habe gezeigt, dass immer weniger Kunden das Angebot vor Ort nachfragen. Die Kündigung hat zur Folge, dass die Kundschaft aus der Kurstadt mit Beginn des neuen Jahres wieder alle An-, Um- und Abmeldungen von Autos in Hameln erledigen muss.

Im Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Verkehr herrschte Einigkeit darüber, dass für den Rückgang der Kundenzahlen in erster Linie die Einführung von Terminen zum Jahresbeginn 2016 verantwortlich sind. Nur wer einen Termin hat, wird auch bedient. „Beim Straßenverkehrsamt in Hameln ist das anderes“, betonte Udo Nacke (CDU). Dort kann man auch ohne Termin erscheinen, muss aber Wartezeiten in Kauf nehmen. Nacke kritisierte die Entscheidung des Landkreises. „Der Landkreis zieht sich aus seiner Verantwortung zurück. Das ist sehr traurig“, sagte er. Das bisherige Angebot sei eine eindeutig eine Erleichterung für die Pyrmonter gewesen, und der Bedarf sei da, wie die Zahlen mit über 1000 Vorgängen in früheren Jahren zeigten. Mit Kritik am Kreis hielten sich SPD-Vertreter zurück. Allerdings stellte auch Uwe Schrader fest, dass die Terminierung nicht zur Attraktivität beigetragen habe.

Wie auch Nacke plädierte Schrader dafür, sich Gedanken über ein doppelläufiges System wie in Hameln zu machen. Es also Kunden zu ermöglichen, sowohl mit als auch ohne Termin bei der Außenstelle im Pyrmonter Rathaus zu erscheinen.

Blome wies darauf hin, dass der Landkreis die Vereinbarung bereits gekündigt habe, sagte aber zu, das Gespräch zu suchen. „Ein doppelläufiges System zur organisieren, bedeutet zwar einen höhren Aufwand, aber einen Versuch ist es allemal wert“, so der Bürgermeister.

Doch selbst wenn der Landkreis einlenkt, so wäre damit ein wesentliches Problem noch nicht gelöst. Wegen der deutlich zurückgehenden Zahl auf Aufträgen für die Prägung von Kfz-Kennzeichen hatte die Geschäftsstelle der Pyrmonter Nachrichten entschieden, dieses Angebot zum 1. Januar dieses Jahres einzustellen. Laut Sabine Jösten vom Ordnungsamt ist es bislang nicht gelungen, einen anderen Dienstleister dafür zu gewinnen. Dies hätten verschiedene Gespräche ergeben.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt