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Wanderausstellung über Deutsche aus Russland in Bad Pyrmont eröffnet

Blick auf eine lange Leidensgeschichte

veröffentlicht am 02.09.2016 um 07:43 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:28 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Eigentlich ist die Geschichte der Deutschen in Russland eine lange Leidensgeschichte. Darauf wiesen Pastorin Jutta Ostermann als „Hausherrin“ und Bürgermeister Klaus Blome in ihren Eröffnungsansprachen hin, wobei Blome auch den Fokus auf die akut herrschende Gewalt-, Kriegs- und Flüchtlingsproblematik in den Fokus stellte. Die Gewalt nimmt weltweit zu und stellt die Gesellschaft vor immense Aufgaben. Da ist die Geschichte der Deutschen aus Russland glatt eine Erfolgsgeschichte, wenn auch mit bitterem Hintergrund. Im 18. Jahrhundert begann die Auswanderung der Deutschen nach Russland, als Katharina die Große Siedler ins Land holte, die von 1763 bis 1862 vom Ural bis zum Kaukasus 3536 Kolonien gründeten. Doch bereits nach einhundert Jahren gingen sie ihrer Privilegien verlustig. Es begann die Unterdrückung der Autonomie, die im Ersten Weltkrieg in Verschleppungen, dann nach der Oktoberrevolution in Enteignungen und Verfolgungen mündete. Die Verschärfung der Repressalien mit Verschleppungen nach Zentralasien und die Deportation von 1,1 Millionen Russlanddeutschen östlich des Ural mit der Festschreibung der „Verbannung auf ewige Zeiten“ unter Stalins Herrschaft bildeten die tragischen Höhepunkte. Erst mit der Vereinbarung des Moskauer Vertrages im Jahre 1970 fanden die Regierungen Ausreiseregelungen, an deren Ende schließlich die Aussiedlung von Deutschen nach Deutschland stand, die bis heute nicht abgeschlossen ist.

Das zeigt die Ausstellung anschaulich, doch muss man Zeit mitbringen, um die Menge an Infos verarbeiten zu können. Jakob Fischer war denn bestrebt, dem meist älteren Publikum per Powerpoint-Präsentation einen Überblick zu geben und auch auf die Vorurteile einzugehen, denen Deutsche aus Russland hierzulande noch oft begegnen. Mit sehr persönlichen Beiträgen rundeten Anna Stutz als Initiatorin der Ausstellung sowie die Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft, Lilli Bischoff, die Ausstellungseröffnung ab.



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