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Bleibt die Landesgartenschau ein schöner Traum?

Bad Pyrmont (uk). Für eine Ausrichtung der Landesgartenschau 2014 in Bad Pyrmont, wie sie die FDP-Fraktion im Rat angeregt hat, ist der Zug so gut wie abgefahren. Zwar könnte die Stadt sich theoretisch noch bis Ende März 2011 bei der niedersächsischen Fördergesellschaft für Landesgartenschauen bewerben. Doch bis dahin müssten eine prüffähige Planung und ein tragfähiges Gesamtkonzept her. „Wir sollen wir das schaffen?“, fragt Baurat Thomas Goretzki und gibt auch gleich die Antwort: „Das ist unrealistisch!“.

veröffentlicht am 26.11.2010 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 23:21 Uhr

Kurpark
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Bad Pyrmont (uk). Für eine Ausrichtung der Landesgartenschau 2014 in Bad Pyrmonts, wie sie die FDP-Fraktion im Rat angeregt hat, ist der Zug so gut wie abgefahren. Zwar könnte die Stadt sich theoretisch noch bis Ende März 2011 bei der niedersächsischen Fördergesellschaft für Landesgartenschauen bewerben. Doch bis dahin müssten eine prüffähige Planung und ein tragfähiges Gesamtkonzept her. „Wir sollen wir das schaffen?“, fragt Baurat Thomas Goretzki und gibt auch gleich die Antwort: „Das ist unrealistisch!“


 Eine Verbesserung der Infrastruktur Bad Pyrmonts durch die Umsetzung von sonst nicht möglichen Vorhaben und gut und gerne eine halbe Million Besucher versprechen sich die Liberalen von der Ausrichtung der Landesgartenschau, über die vor zehn Jahren in der Kurstadt schon einmal diskutiert worden war. Ergebnis damals: kein Geld, keine Bewerbung.
 Noch gibt es keinen Zuschlag für die Landesgartenschau 2014. Doch mit Helmstedt und Papenburg stehen zwei Bewerber im Wartestand. Allerdings fehlt es beiden Städten dem Vernehmen nach noch an Fördermitteln. Darum könnte Bad Pyrmont noch in diese Lücke schlüpfen und für seine Bewerbung möglicherweise das Konzept nutzen, das das Büro Schreckenberg vor zehn Jahren erarbeitet hat. „Aber das scheint aus heutiger Sicht nicht mehr aktuell“, gibt Goretzki zu bedenken.
 Doch die vor zehn Jahren kalkulierten sechs Millionen Mark Eintrittsgeld von 500 000 Besuchern sowie seinerzeit erhoffte Landesmittel über 8 Millionen Mark sind Zahlen, die noch heute beeindrucken. „Wir sollten uns die Option für die übernächste 2018 Landesgartenschau offenhalten“, meinte Gerd Hennefründ (SPD) im Bauausschuss mit Blick auf die Fördermittel.
 Grundsätzlich plädiert auch Bürgermeisterin Elke Christina Roeder dafür, sich daran zu orientieren. Allerdings hat sie so ihre Zweifel an der Durchführbarkeit, denn Bad Pyrmont fehle ein direkter Autobahnzugang. Und Manfred Schmidt (SPD) glaubt, dass Bad Pyrmont für die Schau eine Infrastruktur schaffen müsste, die danach nicht mehr gebraucht werde. „Wir haben kein Geld, das ist doch alles reine Utopie“, wies Rudi Leinhart (CDU) den Vorschlag der FDP scharf zurück. Der einzige Vertreter der Liberalen im Bauausschuss, Oliver Steinwedel, schwieg nicht nur dazu, sondern zur ganzen Diskussion.

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