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So heben sich die fünf originellen „6-Zylinder“ noch immer von anderen A-cappella-Gruppen ab

Billy Joel und der vereiste Gefrierschrank

Bad Pyrmont. Zylinder tragen sie als Jeans-Liebhaber vermutlich höchst selten, und es sind auch nicht mehr ein halbes Dutzend Sänger, wie in der Gründungsphase, sondern nur noch fünf. Doch sind die „6-Zylinder“ ein lockeres, gut gelauntes Ensemble, das im Kur-theater zum wiederholten Male die A-cappella-Fans der Region auf den Plan rief und beste Stimmung verbreitete.

veröffentlicht am 15.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Ensembles, die singen und für musikalische Begleitung lediglich mit ihren Stimmbändern sorgen, gibt es heute reichlich. Da muss es schon etwas Besonderes sein, das die Künstler aus dem großen Angebot hervorhebt. Und die „Zylinder“ sind in ihrer Art etwas Besonderes. Fünf pfiffige Typen aus dem schönen Münsterland, das sie in ihrem Programm mit liebevoller Selbstironie besingen: „Münster ist nicht die Welt“ – aber dennoch „ein Hit“. Mit ihrem Lied „Fährt die weiße Fähre wieder übern’ Aasee“ besingen sie eine Attraktion der Studentenstadt und animieren das Publikum fast zur Gründung eines Shantychors.

Doch die Männer blicken auch humorvoll über den Rand des Pumpernickel-Tellers. Zu den Liedern, „die immer schon gesungen werden wollten“, gehört ihre individuelle deutsche Fassung von Billy Joels „Uptown Girl“. Daraus hat 6-Zylinder-Mann Matthias Ortmann, der viele Eigenkompositionen und Texte des Ensembles verantwortet, die Version „Abtau’n, Girl! “ gemacht, die sich mit den Tücken eines vereisten Gefrierschranks beschäftigt.

Zur Aktion „Rettet das Volkslied“, die sie zugunsten von 101 Tenören dem deutschen Chorverband unterstellen, verzichten die Fünf sogar mal aufs Singen: Henrik Leidreiter spielt den Märchenonkel und bringt den Zuhörern das dichterische Werk vom „Harung und der Flunder, zwo-drei-vier“ nahe. Der Komiker der Gruppe ist Thomas Michaelis. Er kann nicht nur das schönste Plattdeutsch, sondern beherrscht auch einen besonders witzigen Tanzstil. Mit Winne Voget weht richtiger Seemanns-Wind über die Bühne, und wenn der gebürtige Niederländer Jos Gerritschen in seiner Muttersprache singt, kommt das dem Publikum zu Recht spanisch vor.

Bei den „Sechs Zylindern“ darf man eben nichts so ganz wörtlich nehmen. Aber ein Spaß ist das Programm allemal. Am Ende jodeln sie zum Entzücken des Publikums „Auf Wiederseh`n in Garmisch-Partenkirchen“. Na dann, Jungs: Bis zum nächsten Mal!



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