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BFW will mehr Arbeitslose umschulen

Bildungsgutschein als Eintrittskarte

Bad Pyrmont (jl). Wenn das Mehl dem Bäckerlehrling Atemnot beschert, wenn die Friseurin keine Chemikalien mehr verträgt, der Zimmermann sich beim Sturz verletzt oder die Altenpflegerin den psychischen Druck im Job nicht mehr aushält, dann können sie alle im Pyrmonter Berufsförderungswerk (BFW) landen. Hier werden sie fachlich fundiert umgeschult in Berufe, die ihren Interessen und Möglichkeiten entsprechen. Als Alternative zu einer finanziell oftmals prekären Existenz als Frührentner.

veröffentlicht am 10.01.2011 um 20:07 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 21:41 Uhr

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Die zweijährige Ausbildung in der Kurstadt ist nicht gerade billig. Denn das BFW beschäftigt rund 100 Mitarbeiter, und jeder Lehrgangsteilnehmer bekommt ein nach seinem vorherigen Verdienst bemessenes Entgelt. Für das und die Ausbildungskosten kommen die Rentenversicherungsträger auf. Denn es ist dann doch noch günstiger, jemandem eine Umschulung zu finanzieren, als ihm vielleicht bis zu 40 Jahre lang Rente zahlen zu müssen.

Doch in letzter Zeit halten sich die Kostenträger wieder einmal zunehmend zurück, denn ihnen wird offenbar das Geld knapp. Deshalb bringen sie die Umschüler vermehrt anderswo in kürzeren, günstigeren Ausbildungen unter. Die Folge: Dem Pyrmonter Bildungsunternehmen fehlen Umschüler. Aktuell lernen hier zwar noch 400 Rehabilitanden. Doch wenn der aktuelle Abschlussjahrgang fertig ist, werden in den Ausbildungsgängen noch mehr Plätze frei sein als bisher schon.

Höchste Zeit also für die Umschulungs-Experten, ein zweites Standbein zu installieren: Neuerdings nimmt das BFW deshalb verstärkt die „ganz normalen“ Arbeitslosen in den Blick. „Wir hatten auch bisher schon vereinzelt Umschüler ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen“, sagt BFW-Sprecher Martin Holzhause. Aber jetzt werde das Angebot für Menschen auf Arbeitsuche ausgeweitet.

Wer von der Arbeitsagentur, dem Jobcenter oder seiner „Arge“ einen Bildungsgutschein bekommt, dem öffnen sich in Bad Pyrmont nun zehn Möglichkeiten zur Umschulung und Fortbildung. „Zum Beispiel zum Mediengestalter, Verwaltungswirt, Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste sowie in kaufmännische Berufe wie den Sport- und Fitnesskaufmann“, zählt Holzhause auf.

Eine Umschulung im BFW dauert meist zwei Jahre lag. Darin sind mehrere Monate Praktikum enthalten. Wer sich dafür interessiert, muss sich das allerdings schnell überlegen: Die nächsten Lehrgänge beginnen schon am 25. Januar und am 2. Februar. Alle, die mehr über die „Umschulung mit Bildungsgutschein“ wissen wollen, erfahren die Details bei einem Info-Vormittag am Donnerstag, 13. Januar, ab 10 Uhr im „grünen Salon“ des BFW. Interessenten können sich bei Edda Schönfeld anmelden (Telefon 05281/601141).

Davor, dass er nun einfach in irgendeinen Lehrgang gesteckt werden könnte, muss sich allerdings niemand fürchten. „Wir machen mit jedem Interessenten ein Aufnahmegespräch und einen Eignungstest“, erklärt der Sprecher.



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