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Kliniken bauen ihre Kooperation aus

Bestmögliche Therapie bei Schlaganfall

Bad Pyrmont. Das Bathildiskrankenhaus Bad Pyrmont und die BDH Klinik Hessisch Oldendorf haben ihre Kooperation ausgebaut, mit der sie die bestmögliche Versorgung von neurologischen und neurochirurgischen Patienten in der Region sicherstellen wollen. Hauptsächlich geht es um Schlaganfallpatienten. Die Einrichtungen, die beide über neurologisch geführte „Stroke Units“ verfügen, arbeiten schon seit Jahrzehnten zusammen. Beide Kliniken haben nun vereinbart, auch telemedizinische Lösungen zu realisieren, mit der der jeweils diensthabende Arzt eine Beurteilung und Empfehlung vornehmen kann.

veröffentlicht am 03.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:41 Uhr

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Zeit ist ein ganz wichtiger Faktor bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten. Innerhalb von viereinhalb Stunden sollte die Therapie einsetzen. „Wir gewährleisten eine Anfahrtszeit zu einer der beiden Einrichtungen innerhalb von 30 Minuten“, machte der Geschäftsführer des Bathildiskrankenhauses, Alfred Karl Walter, deutlich. „Es muss also kein Patient einer nicht adäquaten Versorgung zugeführt werden.“

„Unser Ziel ist es, die Patienten von der Akuterkrankung bis hin zur Rehabilitation an den Arbeitsplatz zu begleiten. „Wir haben ein Team von Fachärzten 24 Stunden im Einsatz und können auch die Folgebehandlung garantieren“, so der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Dr. Joachim Hertel. „Bei der Behandlung geht es immer um fachärztliche Entscheidungen, und wir sorgen dafür, dass der neurologische Sachverstand rund um die Uhr eingebunden ist“, formuliert es Prof. Dr. Jens Rollnik, Ärztlicher Direktor des BDH.

Beide Gesundheitseinrichtungen verfügen über jeweils vier Betten, die voll ausgelastet sind. In Bad Pyrmont werden jährlich etwa 500 neurologische Patienten behandelt, in der BDH Klinik in Hessisch Oldendorf sind es 300. „Es haben nicht etwa zu wenige Patienten, darum geht es uns nicht“, versichert Rollnik. „Wir wollen nur, dass sie in den dafür geeigneten Zentren versorgt werden, und dafür eigneten sich neurologisch geführte Stroke Units am besten.“ Die Sterblichkeit sei mit vier Prozent deutlich niedriger als in anderen Einheiten und auch die langfristigen Folgen seien weniger deutlich. „Wer sich häufig mit einer Aufgabe beschäftigt, der macht sie besser“, so der Chefarzt der Neurologischen Abteilung am Bathildiskrankenhaus, Dr. Martin Liebetrau. „Erfahrung kann durch nichts ersetzt werden.“

Die Entscheidung, wohin ein Patient gefahren wird, trifft der Notarzt. Ziel könne zwar auch das Sana-Klinikum in Hameln mit seiner nicht neurologisch geführten Stroke Unit sein, aber man sei sich sicher, dass in der Regel Bad Pyrmont und Hessisch Oldendorf angefahren werde, so Walter. „Unsere Kooperationsvereinbarung ist eine Art Qualitätsoffensive. Die Versorgung von Schlaganfallpatienten kann gar nicht besser sein, als sie es im Landkreis Hameln-Pyrmont ist.“uk



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