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Ratsherr Johannes Güse und Gruppe 17 wollen Planungen von der Stadt

Bessere Rad-Verbindungen gefordert

BAD PYRMONT.Für eine bessere Verbindung des Weserradweges nach Bad Pyrmont setzen sich Ratsherr Johannes Güse (Bürgersinn) und Gruppe 17 in jeweiligen Anträgen an die Verwaltung ein. Eine durchgängige Verbindung fördere auch den Fahrradtourismus, heißt es übereinstimmend.

veröffentlicht am 18.12.2016 um 18:09 Uhr

Um bessere Verbindungen für Radfahrer bemühen sich Ratsherr Johannes Güse und die Gruppe 17 in ihren Anträgen.. foto: ti
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Klaus Titze Reporter
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Johannes Güse ist aktuell der einzig verbliebene Vertreter der „Wählergemeinschaft Bürgersinn“ im Rat der Stadt und nach eigenem Bekunden Neuling auf dem Parkett. Das hindert ihn jedoch keinesfalls, sein Mandat auch sogleich in aktive politische Arbeit umzusetzen. „Ich habe bereits in der kurzen Zeit meiner Zugehörigkeit eine Menge Informationen erhalten und fühle mich keinesfalls benachteiligt, keiner Fraktion im Rat anzugehören“, sagt Güse.

Seine positive Rückmeldung läge auch in dem Umgang der anderen Ratsmitglieder, die sich ihm gegenüber allesamt aufgeschlossen zeigen würden. So erhalte er beispielsweise aus den Fraktionssitzungen der CDU seine Informationen, da ihm als Einzelratsherr die Teilnahme an den Sitzungen angeboten worden sei. Doch auch von der Gruppe 17 komme ihm Unvoreingenommenheit entgegen. Auf diese Weise könne er sich ein umfassendes Meinungsbild zulegen und dementsprechend entscheiden.

So sei ihm auch bekannt, dass zuvor andere Parteien ein Radwegekonzept in ihrem Forderungskatalog hatten. Er habe nun aus dem Wahlprogramm des „Bürgersinn“ eben dieses Vorhaben herausgegriffen und zu seinem ersten politischen Antrag gemacht. „Meine Intention ist, den Anschluss vom Weserradweg von Emmerthal kommend über Thal bis nach Bad Pyrmont durchgängig und attraktiv ausbauen und auch das Radwegenetz in Bad Pyrmont selbst überarbeiten zu lassen“, macht er die Zielrichtung seines beim Bürgermeister vorgelegten Antrags deutlich.

So beinhaltet der Antrag der Wählergemeinschaft Bürgersinn, die Stadt Bad Pyrmont mit ihren Ortsteilen möge ein zusammenhängendes Fahrradwege-Konzept entwickeln. „Dabei möchte ich bewusst auch die Ortsteile auf der Hochebene einbezogen wissen“, fügt Güse an. Dies passe sich in das Dorferneuerungskonzept der Bergdörfer ein, sei touristisch nutzbar und auch wirtschaftsfördernd. Dabei sei die Entfernung ebenso kein Hindernis wie auch die Bergstrecke, die zu bewältigen wäre.

„Im Gegenteil ist die Strecke zu den Bergdörfern als auch die Hochebene selbst landschaftlich sehr reizvoll und mit den inzwischen auch von der Bad Pyrmont Tourismus GmbH (BPT) zur Verfügung stehenden Pedelecs ist eine Bergstrecke kein Problem“, ist sich Güse sicher. Bad Pyrmont sei zudem ein Gesundheitsstandort und auch aus dieser Sicht machten sich entsprechende Angebote gut und ließen sich aktiv bewerben.

Vom Kämmerer Eberhard Weber habe er beim Einbringen seines Antrags in den Finanzausschuss gehört, dass für die Planung kein weiterer Haushaltsansatz erforderlich sein dürfte, da entsprechende planerische Konzepte bereits vorhanden seien. Dies betreffe Güses Vermutung nach auch das von ihm angestrebte Radwegekonzept für das Stadtgebiet. „Es dürfte also nur erforderlich sein, bereits vorhandene Vorlagen wieder aus den Schränken zu holen und intensiv zum Abschluss zu bringen“, schließt Güse aus der Bemerkung des Kämmerers. Immerhin hätten bereits vorangegangene Anträge anderer Parteien zu dieser Sammlung von Ideen und Vorlagen geführt, die man nur wieder aufgreifen müsse.

Selbstverständlich sei ihm bewusst, dass auch sein Antrag bei der derzeitig angespannten Haushaltslage der Stadt einer besonderen Prüfung unterzogen werde. „Irgendwie müssen wir doch unsere Stadt attraktiv halten und an den Stellen, wo Entwicklungsmöglichkeiten entdeckt werden, auch nach vorne bringen, damit Bad Pyrmont eine Zukunft hat“, mahnt Güse an und betrachtet seinen Antrag mit positivem Optimismus.

Nahezu zeitgleich reichte ebenfalls die Gruppe 17 einen Antrag beim Bürgermeister ein, der sich mit dem Radweg zwischen Emmerthal und Bad Pyrmont befasst. Hier ist allerdings explizit der Radwegverlauf in Thal angesprochen. Mit dem Antrag wird die Verwaltung beauftragt, einen geeigneten Verlauf durch die Ortschaft Thal zu planen und umzusetzen. Heike Beckord für die Gruppe 17: „Wir zielen auf eine durchgehende Radwegeanbindung vom Weserradweg nach Bad Pyrmont. Derzeit ist der in Thal nicht nur unterbrochen, sondern auch gefahrenträchtig. Dies soll entschärft werden und wir möchten damit den Fahrradtouristen, die beispielsweise nach Hämelschenburg fahren, eine gefahrlose Weiterfahrt bis in unsere Stadt ermöglichen.“

Damit trage man auch dem vermehrten Fahrradtourismus Rechnung. Die Planung solle nach Vorstellung der Gruppe 17 im ersten Halbjahr 2017 in den entsprechenden Gremien beraten werden. Die Umsetzung und Planung könne aus Leader Mitteln erfolgen, da die Maßnahme der touristischen Entwicklung diene.



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