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Massive Verkehrsbehinderungen / Kritik am Räumdienst

Bergdörfer eingeschneit

PYRMONTER BERGDÖRFER. Kathrin Thielke ist erbost. Auf der Ottensteiner Hochebene ging nach ihren Angaben am Mittwoch nichts mehr. Linienbusse, Lkw und Pkw hätten festgesteckt, kein einziger Schneepflug sei zwischen den einzelnen Orten der Hochebene und der Pyrmonter Bergdörfer gefahren.

veröffentlicht am 14.12.2017 um 22:50 Uhr

Rutschpartie: ein Gespann ist in den Graben geraten. Foto: Katrin Thielke
Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Auch wenn es in Bad Pyrmont und Hameln kaum vorstellbar sein dürfte, aber auf der Hochebene und in den Bergdörfern herrsche richtig Winter, sagt die Bürgerin aus Neersen mit einem Seitenhieb Richtung Landkreis Hameln-Pyrmont. Winter im Dezember, das komme für die zuständige Straßenmeisterei offenbar völlig überraschend.

Ihr Dank gilt den Landwirten, die mit ihren Traktoren Busse, Lkw und Pkw aus dem Schnee gezogen hätten. Dabei sei es doch bekannt gewesen, dass auf der Hochebene Schnee liege und es außerdem sehr stürmisch gewesen sei. Da türmten sich erfahrungsgemäß immer „Wände“ auf den Straßen auf. In Folge hätten Schulkinder in Bad Pyrmont festgesessen. Kein Bus sei gefahren und abholen hätte man die Kinder auch nicht, da man aus Neersen, Baarsen, Eichenborn und Lichtenhagen selbst nicht weggekommen sei. Die Schulkinder der Grundschule Baarsen hätten mit Betreuern in der Schule ausharren müssen. Nachdem es etliche Beschwerden gegeben habe, seien endlich gegen 16 Uhr ein Schneepflug und eine Schneefräse gekommen.

Sandra Lummitsch, Pressesprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont, räumt Schwierigkeiten auf der Hochebene ein. Am Mittwoch sei es durch Schneefall und Schneeverwehungen zu Verkehrsstörungen gekommen – mit der Folge, dass die Schüler der Grundschule Baarsen mit Verspätung nach Hause befördert wurden. Am Donnerstag seien die verfügbaren Räumfahrzeuge angesichts der Wetterlage dort dauerhaft im Einsatz gewesen. Eine belastbare, verlässliche Wetterprognose für die Ottensteiner Hochebene sei indes nicht zu erhalten. Da somit nicht vorhersehbar sei, wie sich das Wetter entwickele und auch nicht nur die Schüler der Grundschule Baarsen betroffen seien, sondern auch alle diejenigen, die auf der Hochebene wohnen und zu weiterführenden Schulen fahren, könne ein behördlicher Unterrichtsausfall für die Grundschule nicht begründet werden. In diesem Zusammenhang weist der Landkreis Hameln-Pyrmont darauf hin, dass Eltern, die eine unzumutbare Gefährdung für ihre Kinder auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten, ihre Kinder zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen können, auch wenn kein behördlicher Schulausfall angeordnet wird. Zudem sei jede Schule auch bei Unterrichtsausfall geöffnet. Die Betreuung in den Schulen sei auch bei witterungsbedingten Schulausfällen gewährleistet, da angeordneter Schulausfall nicht für Lehrer gelte.



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