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Wer beim Konzert mit Christiane Klein auch nach der Pause blieb, der wurde mit einem wunderbaren Musikerlebnis belohnt

Berauschender Orgelzyklus

Bad Pyrmont. Die Zuhörer wussten, was auf sie zukam: zwei Stunden Orgelmusik in der Oesdorfer St. Petri-Kirche auf höchstem Niveau. Trotzdem fehlte nach der Pause ein Teil des Publikums, und die Bitte von Prof. Hans Christoph Becker-Voss, Kantor in Hameln, war in den Wind gesprochen. Wer gegangen war, versäumte damit den zweiten Teil der Leipziger Choräle von Johann Sebastian Bach in der Choralbearbeitung der Leipziger Originalhandschrift, und das war schade. Was nämlich an diesem Abend in der Reihe des 17. Orgelfestes im Landkreis Hameln-Pyrmont geboten wurde, war wohl das Beste, was man auf diesem Instrument und in dieser Region zu hören bekommen kann. Die Janke-Orgel in der St. Petri-Kirche aus dem Jahr 1977 zählt mit ihren 30 Registern zu den schönsten Orgeln des Kirchenkreises, doch das wäre nichts, würde sie nicht von einer Musikerin wie Christiane Klein zum Klingen gebracht werden. Das Interesse der Kirchenkreiskantorin in Bodenwerder und Holzminden gilt schon seit Jahren den großen Zyklen von Johann Sebastian Bach, und diese Affinität stellte sie mit einem wahren Klangerlebnis und enormer Virtuosität unter Beweis.

veröffentlicht am 08.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:21 Uhr

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Die 18 Choräle Bachs sind der letzte große Orgelzyklus zum Ende seines Lebens und stammen aus seiner Weimarer Zeit. Manche kennt man, einige kommen einem bekannt vor, weitere faszinieren durch ihre vitale Komplexität. Gesetzt in F-Dur, G-Dur oder dem voluminösen A-Dur bei „O Lamm Gottes, unschuldig“ präsentierte Christiane Klein die unterschiedlichsten Charakteristika der Choräle, oftmals, wie bei „Komm, heiliger Geist, Herre Gott“ oder „An den Wasserflüssen Babylon“ verziert im Sopran oder Bass. Bedrückende Phasen in den Sätzen, wie bei „Schmücke Dich, o liebe Seele“ und Bach-bekannte konzertante Passagen wie bei „Herr Jesus Christ, dich zu uns wend“ stellten die ganze Bandbreite dieses großen Werkes dar.

Und so konnte Christiane Klein schließlich für ihre wunderbare Interpretation den verdienten und ausgiebigen Beifall entgegen nehmen.rr



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