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Von 30 eingeladenen Teilnehmern kommen nur 16 zur Tagung des Niedersächsischen Integrationsrates

Beim Thema Integration bleibt der Rat unter sich

Rudi Rudolph

veröffentlicht am 26.04.2010 um 17:25 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 12:41 Uhr

Begrüßt die Mitglieder aus Niedersachsen: die Vorsitzende des Ba
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Bad Pyrmont. Hoch erfreut zeigte sich Bürgermeisterin Elke Christina Roeder am Samstagnachmittag über die Einladung des Niedersächsischen Integrationsrates zu seiner 87. Plenarsitzung nach Bad Pyrmont. Doch so sehr sie Bad Pyrmont auch als Tagungsort empfahl – auf besonders fruchtbaren Boden konnte ihre Einladung nicht gefallen sein, hatten doch von mehr als 30 Adressaten nur 16 den Weg nach Bad Pyrmont gefunden, sodass der Rat nicht einmal beschlussfähig war.

Die Sitzung, die der Bad Pyrmonter Integrationsrat in die Bäderstadt geholt hatte, entpuppte sich als ein Flop, bei dem unter Gleichgesinnten und sonst niemandem zwar wissenswerte, jedoch nicht öffentlichkeitswirksame Informationen ausgetauscht wurden. Schon die Vorsitzende des niedersächsischen Integrationsrates, Dr. Koralia Sekler, hatte abgesagt, für das kleine Plenum blieb nur eine brave Veranstaltung zurück.

Bürgermeisterin Roeder und Landrat Rüdiger Butte lieferten noch die engagiertesten Beiträge, indem Roeder auf die Quote von 7,7 Prozent Ausländeranteil in Bad Pyrmont und die Einbindung der Ausländer in das städtische Leben hinwies und Butte die Bedeutung der ausländischen Bevölkerung in der demografischen Entwicklung ansprach.

Sowohl die Wählbarkeit von Ausländern mit deutscher Staatsbürgerschaft, auf die Roeder besonders hinwies, als auch die Installation des Hameln-Pyrmonter Integrationsbeauftragten Dr. Feyzulla Gökdemir beim Paritätischen seien spezielle Möglichkeiten, auf die Menschen mit Migrationshintergrund eingehen könnten. Dass in Bad Pyrmont intensive und nachhaltige Integrationsarbeit betrieben werde, konnte Kirikoula Koussataloglou-Mund als Vorsitzende bestätigen.

Elke Twesten, Mitglied des Landtages und Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis90/Die Grünen, konnte mit ihrem Vortrag über das IV. Mentoring-Programm „Politik sucht Frauen“ zwar Informationen geben, die zu Wortmeldungen anstifteten, jedoch war sie damit in dem Plenum außen vor und trug nicht wirklich zum Thema der Integration bei.

So vermittelte die Veranstaltung den Eindruck, dass Integration nur ein Thema für sehr wenige, wenn auch engagierte ausländische Mitbürger ist. Vielleicht könnte eine bessere Kommunikation in die betreffenden Bevölkerungsgruppen hinein ein Auslöser für mehr Interesse und Engagement sein.

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