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Von 8 bis 81 reicht das Alter der Runde, die sich der alten Handarbeit widmet

Beim Stricken spielt das Alter keine Rolle

Bad Pyrmont. Bunte Häkel-Gamaschen um Baumstämme sind inzwischen öfter zu finden. Doch an dem Baum gegenüber der Oesdorfer Kirche gehört die Handarbeit zum Programm. Hier hat sich „Susi’s Wollstube“ etabliert, und hier trifft sich jeden Mittwochnachmittag eine bunt zusammengewürfelte Handarbeitsrunde. Zehn Erwachsene und vier Kinder sitzen gemütlich um einen gedeckten Tisch bei Kaffee und Kuchen, jeder ist mit einer Strick- oder Häkelarbeit beschäftigt, die Nadeln klappern, es wird viel erzählt und gelacht.

veröffentlicht am 03.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Dass hier Jung und Alt zusammensitzen, von 8 bis 81 Jahren, scheint eine Selbstverständlichkeit, denn Stricken erlebt eine Renaissance und dabei spielt das Alter keine Rolle. Aber irgendwann machen sich die Mädels dann doch selbstständig und quetschen sich auf eine Holzbank, um unter sich zu sein. Während Viktoria (11) schon an den nächsten Winter denkt und warme graue Puschen aus Filzwolle strickt, sorgt sich Kathi (10) um ihren Jack Russel: Der kleine Vierbeiner bekommt pinkfarbene Stulpen. Angelina (10) häkelt einen Schal, und Felicia (9) fängt erst mal ganz klein an: Sie fertigt mit einer sogenannten „Strickliesel“ ein buntes Band.

Gelernt haben die vier das Handarbeiten bei ihren Mamas oder auch im Fach Textil/Werken in der Schule. Aber so schön wie hier ist es sonst kaum: „Es macht besonders Spaß, weil man dabei reden kann“, erklärt Angelina. „Und wenn man etwas nicht weiß, kann man Susi Sarnoch oder die anderen fragen“, ergänzt Viktoria. Die anderen, das sind die Damen in der Runde, die Strümpfe, Pullover oder Babysachen für die Enkel stricken und gegenseitig Strickanleitungen und auch Kuchenrezepte tauschen. „Es ist für uns sehr schön, dass auch die Kinder zu unserer Runde gehören“, betont Rosemarie Gröhlich, eine der Teilnehmerinnen.

„Die Handarbeitsrunde hat sich allmählich so ergeben und ist inzwischen eine feste Einrichtung geworden“, sagt Susanne Sarnoch, die Inhaberin des Ladens. Es sei eine „Schnapsidee“ gewesen, erzählt sie lachend, als sie während einer Reha im vorigen Jahr beschloss, sich in Bad Pyrmont niederzulassen und ein Woll-Geschäft zu eröffnen. Und als sie am 1. März dieses Jahres ihren Plan realisierte, habe sie schnell gemerkt, dass sie eine Marktlücke entdeckt hatte. Viele Kundinnen fragen um Rat, tauschen mit anderen Erfahrungen aus und so seien diese Mittwochstreffen entstanden. Dazu finden sich zwischen 13.30 Uhr und 18 Uhr sogar manchmal Kurgäste ein. Einziger Mann in der Runde ist Susi Sarnochs Mann Frank, der ihr im Laden hilft.

Die jüngstens Strickerinnen (v. li.): Victoria, Katharina, Angelina und Felicia.


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