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Pyrmonter Bergdörfer sind das in Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen worden

Beim dritten Mal hat‘s geklappt

Bad Pyrmont. Die Pyrmonter Bergdörfer Baarsen, Neersen, Großenberg, Kleinenberg und Eichenborn sind in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden. Das hat Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) in Hannover mitgeteilt.

veröffentlicht am 11.04.2016 um 15:43 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

VON HANS-ULRICH KILIAN
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Bad Pyrmont. Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt: Unter den 19 neuen Dorfregionen, die in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden sind, sind auch die Pyrmonter Bergdörfer Baarsen, Neersen, Großenberg, Kleinenberg und Eichenborn. Das hat Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) am Montag in Hannover mitgeteilt.

„Mit dem Dorfentwicklungsprogramm haben wir die demografischen Veränderungen im Blick, die sich unmittelbar auf die Dörfer auswirken, vor allem auch auf die Dorfkerne“, erläuterte der Landwirtschaftsminister. Ein Schwerpunkt der Dorferneuerung werde künftig die Revitalisierung der Ortskerne sein. Als Beispiel nannte Meyer neue Nutzungsmöglichkeiten leer stehender Bausubstanz. „Das wird an Bedeutung gewinnen.“ Insgesamt stehen laut Meyer 116 Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung.

Großenbergs Ortsvorsteher Dirk Wöltje (CDU), einer der treibenden Kräfte der Dorferneuerung auf Hochebene, zeigte sich hocherfreut über die Nachricht. „2014 haben wir es ohne Planungsbüro versucht, 2015 mit und das war nun erfolgreich.“ Jetzt gehe es darum, Arbeitskreise zu bilden und Schwerpunkte zu setzen. Dabei werde man auch mit der Dorfregion Ottensteiner Bergdörfer kooperieren, die sich bereits seit drei Jahren im Dorfentwicklungsprogramm befinde, so Wöltje. Auch des Planungsbüros der Otteinsteiner – Planerwerkstatt 3 aus Hannover – bedienen sich die Pyrmonter. Als wichtigste Themen nannte Großenbergs Ortsvorsteher die Erstellung eines Leerstandskatasters, die ärztliche Versorgung, den Öffentlichen Personennahverkehr, die Nahversorgung und vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Zukunft der Grundschule und der Kindertagesstätten. Zunächst sei eine Informationsveranstaltung geplant, kündigte Wöltje an und zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen werde, engagierte Dorfbewohner für das Vorhaben zu gewinnen.

„Mit der Aufnahme in das Programm werden die Anstrengungen vor Ort durch die Rot-Grüne Landesregierung honoriert und es können eine Vielzahl von nachhaltigen Projekten gefördert werden. Als Eichenborner kenne ich das große Engagement vor Ort und freue mich über diese Nachricht ganz besonders“, sagte der Pyrmonter Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann (SPD). „Die Pyrmonter Bergdörfer setzen auf Eigenengagement mit professioneller Unterstützung durch Fachleute von außen und auf die Bildung neuer Allianzen“, betonter. Basis dessen sei die Fortsetzung bewährter Netzwerke der Dorfregion wie etwa der Gesprächskreis „Kreuz und quer“ der Kirchengemeinde aber auch überregionale Partnerschaften wie mit den Ottensteinern im Netzwerk Rapsblütenfest.

Für die Dorfregionen wird nun ein Plan für das Dorfentwicklungsverfahren erstellt. Diese Planaufstellung nimmt in der Regel ein bis zwei Jahre in Anspruch. Nach Prüfung und Anerkennung stimmt das Amt für regionale Landesentwicklung den zeitlichen Rahmen, der für die Umsetzung der Maßnahmen erforderlich ist, mit der Kommune ab. Auf dieser Basis können dann die Förderanträge gestellt werden, die je nach Antragslage und zur Verfügung stehender Fördermittel bewilligt werden. Zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum gehören unter anderem die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse innerhalb der Dorfregion, kleinere Bau- und Erschließungsmaßnahmen zur Erhaltung des ländlichen Charakters und die Erhaltung und Gestaltung von land- und forstwirtschaftlich genutzter Bausubstanz mit ortsbildprägendem Charakter



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