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SPD drängt Stadtverwaltung dazu, bei der ins Stocken geratenen Weltkulturerbebewerbung nicht einfach abzuwarten

„Bei uns haben alle Alarmglocken geschrillt“

Bad Pyrmont. Abwarten und Tee trinken lautet derzeit die Devise der Verantwortlichen, die für die Weltkulturerbebewerbung Bad Pyrmonts zuständig sind. Mehr könne man nicht machen, wenn es jetzt darum gehe, wie groß der Bewerberkreis am Ende ist und welche der europäischen Kurorte dabei sein werden. Doch der Pyrmonter SPD-Fraktion reicht das nicht.

veröffentlicht am 02.02.2016 um 15:07 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

hans-ulrich kilian
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„Wir wollen nicht, dass Bad Pyrmont nur still hält und die Tschechen entscheiden lässt“, kündigte die SPD-Fraktionsvorsitzende Heike Beckord einen entsprechenden Antrag zur Beratung in der nächsten Sitzung des Kultur- und Sportausschusses am 10. März an. „Die Verwaltung muss aktiv sein und parteiübergreifend alle Bundestags- und Landtagsabgeordneten auffordern, die Bewerbung mit ihren jeweiligen Möglichkeiten zu unterstützen“, sagte sie am Dienstag im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie denke dabei an die für das Weltkulturerbe zuständige Mitarbeiterin im Auswärtigen Amt und an die Landesregierung, so Beckord.

In ihrer Fraktion hätten nach dem Bekanntwerden der jüngsten Entwicklung alle Alarmglocken geschrillt. „Uns war sofort klar, dass wir etwas tun müssen. Wir glauben zwar – auch wie Manfred Willeke (Vorsitzender des Pyrmonter Heimatbundes, die Red.) –, dass Bad Pyrmont im Kreis der Bewerberstädte bleiben wird, aber das ist wie beim Lärmschutzgutachten für den schweren Eisenbahngüterverkehr: Man muss einfach alles tun, um am Ende nicht hinten runterzufallen. Und wir sollten alles tun, um bei der Bewerbung dabei zu sein.“ Bekanntlich sollten sich am 23. und 24. Februar die Bürgermeister aller 16 europäischen Kurorte, die sich gemeinsam um den Weltkulturerbetitel „Great Spas of Europe“ bewerben wollen, in Bad Pyrmont treffen. Doch die Zusammenkunft wurde vom Generalsekretär Paul Simon abgesagt. Offenbar sei es für so ein Treffen noch zu früh, mutmaßte Bürgermeister Klaus Blome damals. Die Internationale Steuerungsgruppe habe wohl noch Gesprächs- und Diskussionsbedarf über die Frage, welche Kurorte weiter zu den Bewerbern gehören. Genau das ist nämlich seit geraumer Zeit die spannendste Frage. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass es nicht bei den gegenwärtig 16 Kurorten bleibt. Das geplante Treffen hatte Blome initiiert, um Bad Pyrmont präsentieren zu können. Das nächste Treffen soll in Prag stattfinden. Die Tschechische Republik ist Antragstellerin für die Weltkulturerbebewerbung, die Einladung zu der Zusammenkunft stammt vom Kulturministerium. Nach Informationen der britischen Tageszeitung „Bathchronicle“ soll die Zahl der Bewerber halbiert werden, Bath aber auf jeden Fall dazugehören.



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