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Kita braucht komplett neues Dach

Bei starkem Regen hat der Reesenhof ein Problem

BAD PYRMONT. Wenn es stark regnet in Bad Pyrmont, dann hat der Reesenhof-Kindergarten ein Problem. Es regnet rein. Das zu ändern, wird die Stadt Bad Pyrmont voraussichtlich gut 226 800 Euro kosten – obwohl sie gar nicht Eigentümerin des an der Winkelstraße gelegenen Gebäudes ist.

veröffentlicht am 15.11.2017 um 17:02 Uhr
aktualisiert am 15.11.2017 um 18:10 Uhr

Die Reesenhof-Kindertagesstätte benötigt ein komplett neues Dach. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Für die Stadt Bad Pyrmont, die finanziell dauerhaft in den roten Zahlen steckt, ist das eine zusätzliche Belastung, die bei der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2018 durch Kämmerer Eberhard Weber vor vier Wochen noch nicht bekannt war. Denn die Ausgabe muss noch in das Zahlenwerk eingearbeitet werden, über das der Rat in seiner Dezembersitzung entscheiden soll. Dementsprechen fiel die einstimmig gefasste Empfehlung des Schul- und Jugendausschusses, einen Zuschuss zur Sanierung des Daches zu gewähren, vorbehaltlich der Haushaltsplanberatungen aus.

In der Sache gibt es aber laut Stadtverwaltung keinen Zweifel, dass das Dach über den Köpfen der Kinder nicht mehr dichthält. Allerdings wird sich laut dem Ersten Stadtrat Eberhard Weber das städtische Baudezernat mit dem Thema noch genauer befassen. Soweit bekannt, wird eine komplette Dacheindeckung des Kindergartens notwendig. In den vergangenen Monaten sei bei starken Regenfällen Wasser in das Gebäude eingedrungen und habe Schäden verursacht, berichtete Weber den Politikern. Dies bedeute, dass die vorhandene Dacheindeckung auf 900 Quadratmetern aufgenommen und entsorgt werden müsse. Die Dachsparren werden aufgefüttert und bei dieser Gelegenheit bekommt das Gebäude eine Wärmedämmung. Anschließend wird die Dachfläche neu eingedeckt.

Insgesamt betragen die Kosten laut Weber rund 283 000 Euro, an denen sich der Verband der Evangelisch-lutherischen Kindertagesstätten im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont (kitav) über eine kirchliche Sonderzuweisung mit 56 700 Euro beteiligen will. Die Kirche ist Eigentümerin des Gebäudes und Träger der Kindertagesstätte und stellt die Einrichtung der Stadt Bad Pyrmont, die für die Versorgung von Betreuungsplätzen für Kinder zuständig ist, mietfrei zur Verfügung. Das ist laut Weber in den 1990er Jahren mit dem damaligen Eigentümer, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, so vereinbart worden und gilt auch für den Kita-Verband als Nachfolger.

Weil die Stadt aber keine Miete bezahle, habe der Verband auch keine Möglichkeit, daraus Rücklagen für die Bauunterhaltung zurückzulegen, so der Erste Stadtrat. Und darum soll die Stadt einspringen.

Die Dachsanierung ist allerdings erst für das Jahr 2019 geplant. Das sei eine ziemlich lange Zeit, stellte Leonie Glahn-Ejikeme (Grüne) fest, gab sich aber mit der Auskunft von Eberhard Weber zufrieden, dass Vorsorge getroffen worden sei.

Der Reesenhof-Kindergarten ist nicht der einzige, der der Stadt Bad Pyrmont nicht gehört. Das trifft auch auf den katholischen Kindergarten zu. Alle anderen Kindertagesstätten sind dagegen im städtischen Eigentum und werden entweder von der Kirche oder dem DRK betrieben.

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