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Natalia Ovodkova will die Olympia-Bilder ihrer Malschüler bei einem Wettbewerb einreichen

Bei kleinen Malern wirken die Spiele nach

Bad Pyrmont (mk). „Schon sehr gut, ... aber die Beine noch ausmalen,... nicht so viel Wasser, ...für die Hautfarbe nehmen wir Ocker...“, mahnt Natalia Ovodkova, während sie im Atelier ihrer kleinen Malschule in Holzhausen von Tisch zu Tisch geht.

veröffentlicht am 27.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 19:41 Uhr

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Insgesamt sieben Jungen und Mädchen leitet die 56 Jahre alte Leiterin und Pädagogin der privaten Schule an diesem Tag dabei an, Bilder zum Thema „Olympische Spiele“ zu malen. Und es herrscht helle Aufregung unter den jungen Malern in dem kleinem, hellen Atelier mit den alten Tischen. Denn bald müssen alle Bilder fertig sein. Die Lehrerin will sie an dem von der „Deutschen Olympischen Akademie Willi Daume e.V.“ und dem BDK (Fachverband für Kunstpädagogik) ausgelobten Wettbewerb „Olympische Spiele, wie ich sie sehe!“ teilnehmen lassen.

„Wir haben eine große Chance zu gewinnen, mit so vielen Bildern“ glaubt Natalia Ovodkova, die von ihren Pyrmonter Schülern „Tante Natascha“ genannt wird. Denn sie will nicht nur die hier erstellten Arbeiten bei der Olympischen Akademie in Frankfurt einreichen, sondern obendrein die Ergebnisse aus anderen Malstunden mit Kindern in Hameln. Dort hatte sie übrigens auch die Anregung zur Teilnahme bekommen – als eine engagierte Mutter ihr im Sommer von der Ausschreibung erzählt hatte. „Insgesamt werden es wohl um die 60 Bilder“, schätzt sie.

Seit September arbeiten die Kinder nun an dem Projekt. Darunter ist der sieben Jahre alte Valera, der gerade ein paar Medaillenträger malt. „Das bin ich, mein Vater und mein Bruder“ erzählt er. Natascha habe ihm „etwas geholfen“. Derweil erzählt die gleichaltrige Anastasia stolz: „Und ich male ein Pferd mit Reiter. Ich liebe Malen!“ Die neunjährige Angelika indes wäre gern Stabhochspringerin – wie die Frau auf ihrem Bild.

Alle Bilder wurden zunächst mit Bleistift skizziert, um sie dann mit Wasserfarben auszumalen. Vorlagen und Fotos der Olympiade liegen auf den Tischen verteilt, und alle sind eifrig am Pinseln.

Bis es dazu kam, musste Natalia Ovodkova den Kindern allerdings erst einmal das Wichtigste über die Olympiade erklären, erinnert sie sich. „Über die Geschichte, die Ringe die Kontinente, die Sportler – alles musste ich erzählen.“ Aber auch sie musste sich über die ersten Spiele in Athen zunächst genauer informieren.

Nachdem die Kinder dann ihre Aufgabe verstanden hatten und die Motive ausgesucht waren, machten sich alle ans Werk. Und nun geht ihre Lehrerin – die aus Moskau stammende studierte Grafikerin lebt übrigens seit 13 Jahren in Bad Pyrmont – energisch von einem zum anderem und beäugt die Werke. „Es ist schwer, den Kindern das beizubringen, sehr schwer“, flüstert sie und fügt sofort laut hinzu. „Aber es macht Spaß! Vor allem wenn man die Ergebnisse sieht.“ Als sie das sagt, blitzen ihre Augen und sie lacht.

Das nächste Projekt steht übrigens schon fest. Es soll ein Kalender mit dem Titel „Pyrmonter Quellen“ werden.

Angelika (9) wäre gern Stabhochspringerin. Deshalb malt sie auch gleich eine. Natalia Ovodkova gibt ihr Tipps für die Vorzeichnung. Die Arbeiten von Angelika und etwa 60 anderen Kindern will sie demnächst bei einem Wettbewerb einreichen.

Foto: mk



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