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Gutachten bestätigt Prognose

Behörde erwartet keine Probleme mehr mit Heemsteder Brücke

BAD PYRMONT. Die Aussichten stehen offenbar gut, dass die seit Wochen ruhenden Arbeiten an der Heemsteder Brücke in Bad Pyrmont demnächst fortgesetzt werden können. Der Leiter des Straßenbauamtes in Hameln, Markus Brockmann, äußerte sich nach Vorlage eines Bodengutachtens entsprechend optimistisch.

veröffentlicht am 20.09.2018 um 13:04 Uhr
aktualisiert am 20.09.2018 um 15:30 Uhr

„Nicht so homogen“: Aus diesem Bohrloch stammen die Erkenntnisse über den Untergrund des Mittelpfeilers. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Das südliche Widerlager könne nun doch wie ursprünglich geplant errichtet werden. Ein Fragezeichen gebe es noch beim Mittelpfeiler. „Aber damit können wir umgehen“, so Brockmann gegenüber den Pyrmonter Nachrichten. Einen neuen Bauzeitenplan gibt es noch nicht.

Bereits Anfang September hatte Brockmann Optimismus verbreitet und verkündete, „dass es so schlecht nicht aussieht.“ Seit wenigen Tagen liegt ihm nun das Bodengutachten vor, dass auf zwei Bohrungen Ende August beruht und das seine damalige Einschätzung bestätigt. „Mit dem Widerlager ist alles okay, der Baugrund darunter ist stabil genug“, betonte er, dass es daran jetzt keine Zweifel mehr gebe. Denn genau die hatte es nach einer ersten Bohrung mit kleinem Gerät gegeben. Ein größerer Bohrer musste her, um einen möglichst „ungestörten“ und damit einfacher zu interpretierende Bohrkern zu bekommen.

Gebohrt wurde bei der Gelegenheit auch noch einmal in den bereits fundamentierten Mittelpfeile, einfach um auf Nummer sicher zu gehen, wie Brockmann erklärte. Ergebnis: „Das alte Betonfundament ist nicht so homogen wie die beiden Widerlager aber ausreichend“, so der Behördenleiter. „Das ist nicht tragisch. Schließlich hat schon die alte Brücke darauf sicher gestanden, wie wir wissen.“

Auf jeden Fall erwarte er keine weiteren Schwierigkeiten, versicherte er, auch wenn die Expertise des Baugrundgutachters zurzeit noch einer abschließenden Prüfung durch die Behörde selber unterzogen werde. „Schließlich sind wir auch Fachbehörde und können so ein Gutachten selber bewerten.“

Doch die alles entscheidende Fragen konnte und wollte Brockmann auch am Donnerstag nicht beantworten: Wann wird an der Brücke weitergearbeitet und wann wird sie fertig und wieder befahrbar sein? „Wir müssen zunächst entscheiden, was wir mit dem Mittelpfeiler machen und dann mit der Baufirma über den Fortgang der Arbeiten sprechen. Dann haben wir auch einen neuen Bauzeitenplan.“ Fest steht schon länger, dass die Arbeiten nicht mehr in diesem Jahr erledigt werden. Ursprünglich sollte die Brücke Ende November fertig werden.

Brockmann wehrte sich gegen Kritik, seine Behörde hätte die Verzögerung des Brückenbaus verhindern können und müssen. „Das alles wurde haarklein nachgerechnet und wir hatten freigegebene Pläne, die zwei Prüfebenen durchlaufen haben.“ Sicherheitshalber hatte das Straßenbauamt sogar ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren absolviert. Notwendig wäre das eigentlich nur gewesen, wenn die Brücke neue Fundamente benötigt hätte wie das bei der Bad Freienwalder Brücke der Fall war. Hier war die Stadt der Bauherr.

Wenn der Verzögerung ein positiver Aspekt abzugewinnen ist, dann der: Die Brücke wird aus Fertigbetonteilen errichtet. Die sind laut Brockmann fertig gegossen und warten auf ihren Einsatz – und zwar gut abgelagert und damit optimal ausgehärtet. Üblicherweise bestehe das Risiko, dass sich an Betonteilen, die zu früh auf die Reise geschickt und eingesetzt würden, Haarrisse bilden. „Das können wir jetzt auf jeden Fall ausschließen.“

Zu den Mehrkosten, die durch die Untersuchungen und Verzögerungen entstanden sind, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Zunächst müsse über die weiteren Maßnahmen entschieden und mit der Baufirma gesprochen werden. Ursprünglich sollte die Brücke 1,6 Millionen Euro kosten.



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