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Gremium pocht auf eine frühzeitige Beteiligung an der Planung für den Neubau des Gymnasiums

Behindertenbeirat fühlt sich ausgesperrt

Bad Pyrmont. Der Beirat der Stadt Bad Pyrmont für Menschen mit Behinderung fühlt sich bei der Planung des Raumprogramms für den Neubau des Humboldt-Gymnasiums ausgesperrt. Das Gremium ist weder in der Arbeits- noch in der Steuerungsgruppe vertreten und pochte deswegen anlässlich seiner jüngsten Sitzung auf eine frühzeitige Beteiligung und unterstrich das mit einem formellen Beschluss.

veröffentlicht am 20.06.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 01:41 Uhr

Autor:

Claudia Guenther und hans-urlich kilian
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Die Gruppen sollten installiert werden, um den Neubau mit allen Beteiligten abzustimmen „und sie frühzeitig in den Entstehungsprozess einzubinden“, wie es in einer Einladung von Stadtbaurat Thomas Goretzkys für den Beirat hieß. „Nur so kann gewährleistet werden, dass alle spezifischen Bedarfe eingearbeitet werden.“ Dass ein großes Interesse an den Gruppen besteht, zeigte ein erstes Treffen, zu dem gut 25 Teilnehmer erschienen. Schnell war man sich in der Verwaltung und der Politik einig, die Runde zu verkleinern. Vertreten sind nur noch die Bürgermeisterin, die Ratsfraktionen, der Landkreis, das Schulamt, das Bauamt, die Kämmerei, die Schulleitung, und die SIKMa GmbH als Projektträger. „Wir wollen die Steuerungsgruppe bewusst klein halten, damit sie effektiv arbeiten kann“, bestätigt Stadtsprecher Wolfgang Siefert. „Alle Beiräte – das trifft auch auf den Seniorenbeirat und das Jugendparlament zu – werden über den Bauausschuss beteiligt. Hier können sie sich zu den Planungen äußern.“

Nach Ansicht von Olaf Heilig vom Behindertenbeirat verzichtet die Stadt damit auf die Kompetenz des Gremiums in allen Fragen der unterschiedlichen Behinderungen. Es sei der Sache nicht dienlich, wenn es sich erst zu einem bereits erarbeiteten Plan äußern könnte. „Zu diesem Zeitpunkt vorgeschlagenen Änderungen wären sicherlich deutlich schwerer durchzusetzen, da dies mit Zeit- und Kostenmehraufwand verbunden wäre. Häufig schafft es aber erst der Blick eines Betroffenen, die Schwächen einer Bauplanung aufzudecken“, meint Heilig. „Wir sind uns sicher, dass wir der erste Ansprechpartner in Bad Pyrmont sind, wenn es um Inklusion und Barrierefreiheit geht“, betont er. Heilig sieht sogar einen Anspruch auf eine aktive Beteiligung und beruft sich dabei auf die UN-Konvention über die Rechte von Behinderten aus dem Jahr 2009. Dabei blickt er auch auf die bevorstehende Inklusion, die die Beschulung von Schülern mit und ohne Behinderungen in Niedersachsen ab dem Schuljahr 2013/2014 festlegt. „Die muss gut vorbereitet und mit entsprechenden Maßnahmen begleitet werden, damit sie gut gelingt.“

Der Seniorenbeirat hat kein Problem damit, nicht in der Steuerungsgruppe vertreten zu sein. „Der Neubau ist kein direktes Thema für uns“, begründet die Vorsitzende Annegret Webel das. Allerdings habe der Seniorenbeirat gemeinsam mit dem Behindertenbeirat angeregt, bei einem Neubau auch Platz für die Stadtbibliothek zu schaffen, weil der derzeitige Standort an der Bismarckstraße für Ältere nur schwerlich erreichbar und nicht barrierefrei sei. „Die Stadt hat uns zugesichert, diese Möglichkeit zu prüfen“, so Webel.



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