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Wie sich Bad Pyrmonts Sozialraum-AG über die Situation der Flüchtlinge informiert

Begleiten und zeigen besser als Flyer

Bad Pyrmont. Wer sollte in der Kurstadt ankommende Flüchtlinge mit dem Leben hier vertraut machen? Und wie sollte das geschehen? Diese Fragen beschäftigten jetzt die Pyrmonter Sozialraum-AG bei einem Treffen.

veröffentlicht am 27.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:41 Uhr

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Zwar brachte Ingrid Vogts Idee, den Flüchtlingen die wichtigsten Informationen für das Leben in ihrer neuen Umgebung zukommen zu lassen, das Ziel auf den Punkt. Einen Flyer hält Sabine Jösten, zuständige Amtsleiterin bei der Stadtverwaltung, jedoch nicht für das ideale Medium. „Die Menschen sind überhäuft mit Papieren und Formularen. Da ist es wesentlich hilfreicher, sie an die Hand zu nehmen und sie zu den Orten und Ansprechpartnern zu begleiten“, findet sie. Das hätten sie und andere Mitarbeiter der Stadt schon in der Vergangenheit so gemacht. Allerdings könnten sie die Menschen nur zu Beginn begleiten. Jösten hofft deshalb auf Ehrenamtliche, eventuell in Form von Patenschaften. Die Stadtverwaltung wolle bei der Koordination und mit dem Organisieren von Dolmetschern helfen.

Eine weitere Herausforderung: die Sprache. Den derzeit zehn schulpflichtigen Kindern aus Flüchtlingsfamilien könne im Nachmittagsangebot Deutsch vermittelt werden, lautete ein Vorschlag aus der Runde. Die Schulleitungen wollen diese Idee jetzt aufgreifen und sich wegen der Kosten mit dem Landkreis abstimmen.

Was ein umfangreiches Netzwerk und jahrelange Erfahrung zu erreichen vermögen, erwies sich am Beispiel der AIBP – weshalb inzwischen auch Behörden den betroffenen oder hilfebedürftigen Menschen den Kontakt zum Verein „Arbeit und Integration Bad Pyrmont“ empfehlen. Gülseren Aybay, die sich für die AIBP um Flüchtlinge kümmert berichtete, dass die Quäkerin Leonie Glahn-Ejikeme eine syrische Familie begleitet.

Dem Sprecher der Sozialraum-AG, Horst Gärtner, war der Tagesordnungspunkt wichtig, um dem Gremium Informationen über den aktuellen Sachstand zur Situation von Flüchtlingen in Bad Pyrmont geben zu können. Hierzu war der Teilnehmerkreis auch ausgeweitet und der Tagungsort in die Schulmensa verlegt worden. Laut Jösten sind mit Stand 1. Dezember der Stadt 65 Menschen zugewiesen worden, darunter 26 Kinder und Jugendliche. Die Zuweisungen erfolgten direkt von der Aufnahmestelle in Braunschweig, oft nur mit einer Woche Vorlauf, so dass kurzfristig Wohnraum und Hausrat zu organisieren waren. Dabei handele es sich nicht nur um Flüchtlinge aus Syrien, so dass auch für andere Sprachen Dolmetscher gebraucht würden. Während Frank Buchholz vom Landkreis Auskunft über Finanzierungsfragen gab, konnte Reiner Wollnik vom AKAK in Hameln konkret von Bedürfnissen und aus der Gefühlswelt der Flüchtlinge berichten. ti



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