weather-image
23°

Dresdner Streichsolisten erwiesen sich bei „Klassik in Bildern“ als starkes Ensemble / Foto-Wechsel erst nach der Pause

Beeindruckend bebilderte Sinfonie der Elemente

Bad Pyrmont. „Beeindruckende und aufwendige Naturbild-Projektionen zum Thema Wasser auf großer Leinwand“ hatte das Staatsbad für sein „Klassik in Bildern“-Konzert zum Weltwassertag angekündigt. Doch die optische Unterstützung der klassischen Musik durch wechselnde Bildprojektionen blieb zunächst aus. Die gab’s erst im zweiten Teil des Konzerts.

veröffentlicht am 23.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 13:21 Uhr

Autor:

Winfried Kühne
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Den somit zunächst rein musikalischen Teil bestritten die Dresdner Streichsolisten unter der Leitung von Marcin Suszycki. Im ersten Teil ersetzten Wolfgang Amadeus Mozarts Flöten-Quartett, KV 285, und die Sonate a quattro Nr. 3 von Gioacchino Rossini die angekündigte „Kleine Nachtmusik“. Barbara Toppel (Flöte), Ewa Suszycka (Violine), Ewa Guzowski (Viola), und Thomas Lisiecki (Cello), gaben dem Mozart-Quartett jenen leichtfüßigen Touch, über den auch der melancholische Mittelsatz mit seinem filigranen Pizzicato-Ambiente nicht hinwegtäuschte.

In Rossinis Streicher-Sonate bestach die Homogenität des Quartetts in Technik und Ausdruck. Exzellent: die No-blesse von Szymaon Guzowski am Kontrabass.

Musik verschmilzt mit Naturaufnahmen

Um den optischen Genuss wurde das Konzert nach der Pause bereichert: Da verschmolz die Musik der vier Violinkonzerte „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi mit wunderschönen Naturaufnahmen, Bergbildern (Markus Mitterer) durch die Jahreszeiten, zu einer Sinfonie der Elemente! Wasser kommt aus den Bergen, dazu gehören nicht nur tosende Bäche, Wasserfälle und Seen, sondern auch Wolken, Nebel, Schnee und Eis. Was wäre die Natur ohne Wasser? So beeindruckten herrliche Blumenbilder vom Krokus und Himmelsschlüsseln im Frühling über Trollblumen und Enzian im Sommer bis zu verfärbtem Ahornlaub im Herbst.

Die Dresdner Musiker – Henryk Kasperczak (Theorbe) und Barbara Toppel (Cembalo) komplettierten das Ensemble – gestalteten die vier Konzerte als geschlossene Einheit. Marcin Suszycki (Solovioline) gewann den vielfältigen Unterschieden an Stimmungen und Ausdruck jenen Reiz ab, den der Hörer an dieser Musik liebt. Schattierungen im Klang, Farbänderungen durch Bogenführung, oft mehr Verspieltheit als Spiel. Das gilt für das ganze Ensemble, allen voran für den Cellisten. Hier wurde nicht nur begleitet, sondern in der schönsten Bedeutung des Wortes „Concerto“ gespielt – nämlich: miteinander musiziert!



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?