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Projekt „Service-Wohnen“ geplant

Bauverein sucht Johanniter-Hilfe

Bad Pyrmont (uk). Im Konkurrenzkampf um gute Mieter sucht der Bauverein Bad Pyrmont möglicherweise den Beistand der Johanniter. Im Aufsichtsrat des gemeinnützigen Vereins gibt es Überlegungen, mit der Hilfsorganisation ins Geschäft zu kommen.

veröffentlicht am 07.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 16:41 Uhr

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„Service-Wohnen“ heißt das Angebot, dass vor allen Dingen auf ältere Bewohner zugeschnitten ist. Knapp die Hälfte seiner Mieter sind einer groben Schätzung des Bauvereins zufolge älter als 60 Jahre.

Die Johanniter bieten nicht nur einen Hausnotruf im Fall des Falles, sondern auch individuelle Dienstleistungen wie Botendienste, Hilfe im Haushalt, Haarpflege, Medizinische Fußpflege, Ambulante Pflege, Fahrdienste, Menüservice und Wäscheservice. Der Aufsichtsrat hatte die jüngste Mitgliederversammlung genutzt, um Vertretern des Ordens dieses Service-Wohnen vorzustellen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus-Henning Demuth verspricht sich davon nicht zuletzt eine Kundenbindung. Der Preis hängt davon ab, wie viele Mieter sich entschlössen, das Angebot anzunehmen, dass laut Demuth in der Gemeinschaft günstiger zu realisieren sei.

Die Überlegung ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer unverändert schwierigen Lage auf dem Wohnungsmarkt in Bad Pyrmont entstanden. „Ein Blick in den Vermietungsteil der Pyrmonter Nachrichten zeigt, dass sehr viele Wohnungen angeboten werden“, hatte zuvor Anja Säumenicht vom Vorstand in ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 2008 festgestellt.

„Um auch weiterhin auf dem Wohnungsmarkt Bestand zu haben, bleibt unsere dringlichste Aufgabe die Instandhaltung und Modernisierung unserer Objekte.“ Dazu gehöre neben der Bad- und Küchenmodernisierung in den Wohnungen in Zukunft vermehrt auch die energetische Sanierung der Häuser.

Jährlich investiere der Verein die Hälfte der Mieteinnahmen in Höhe von 630 000 Euro in die Renovierung. „Es gibt zu diesen Investitionen keine Alternative, denn der Preiskampf ist groß“, machte Demuth deutlich. Dabei hält sich der Leerstand mit einer Quote von etwas über drei Prozent noch in Grenzen. Zehn der 209 Wohnungen stehen zurzeit leer, zwei davon ganz bewusst, weil sie renoviert werden.

Die 322 Mieter des Bauvereins, die gleichzeitig als Mitglieder 674 Anteile halten, gehören einer „kerngesungen und bodenständigen“ Gemeinschaft an, wie der Aufsichtsratsvorsitzende angesichts der Bilanz feststellte. Vier Prozent Dividende resultieren daraus, die der Verein auch in diesem Jahr wieder ausschütten kann.

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