weather-image
26°
Häuser werden energetisch auf Neubauniveau gebracht / Aufträge gehen an Pyrmonter Firmen

Bauverein investiert 2,4 Millionen in Sanierung

So sollen die anderen acht Häuser auch werden: der Aufsichtsratsvorsitzende des Bauvereins, Klaus-Henning Demuth, vor dem sanierten und mit Balkonen ausgestatteten Haus Herminenstraße 4.

veröffentlicht am 27.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:21 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Foto: uk

Bad Pyrmont (uk). 2,4 Millionen Euro will der Bauverein Bad Pyrmont in den kommenden acht Jahren in die Modernisierung von acht Mietshäuser an der Löwenser und der Herminenstraße investieren. Die Gebäude aus den 50er Jahren werden energetisch auf Neubauniveau gebracht und sollen mit zusätzlichen Balkonen, barrierefreiem Zugang und neugestalteten Gartenanlagen für Mieter attraktiv gestaltet werden. Das hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Klaus-Henning Demuth, anlässlich der Fertigstellung des Hauses Herminenstraße 4 berichtet, das ein Beispiel dafür ist, was der Verein vorhat.

320 000 Euro hat es sich der Verein die Arbeiten kosten lassen, die allesamt an Handwerksbetriebe aus Bad Pyrmont vergeben worden seien, wie Demuth betont. „Das machen wir grundsätzlich so.“ Das Architekturbüro Lechner³ hat dem jetzt blau gestrichenen Gebäude neue Kunststofffenster verpasst, die Fassade, das Dach und die Kellerdecken dämmen lassen und eine Rampe für einen barrierefreien Zugang angebaut. Das Büro Krupka hat sich um die Neugestaltung der Gartenanlage und einen Spielbereich für Kleinkinder gekümmert. Vergessen sind die Belastungen durch die Arbeiten, die fast ein halbes Jahr gedauert haben, die Mieter sind voll des Lobes. „Durch die Balkone ist es netter geworden“, freut sich Veronika Tegtmeyer. „Der Bauverein hat sich viel Mühe gegeben.“ Angesichts des Mehrwerts und der zu erwartenden niedrigeren Energiekosten nehmen es die Mieter darum auch in Kauf, dass der Mietpreis um gut 50 Cent je Quadratmeter auf 4,50 Euro steigt.

Demuth wird das Lob freuen, denn schließlich geht es um zufriedene Mieter und die Vermeidung von Leerständen. Den Leerstand beziffert der frühere Bürgermeister Bad Pyrmonts auf eine Quote zwischen 3 bis 4 Prozent, die Fluktuation auf 14 Prozent. „Bis vor zehn Jahren haben die Mieter noch Schlange gestanden, um bei uns eine Wohnung zu mieten, doch diese Zeiten sind vorbei“, erzählt er. Jährlich investiere der Verein die Hälfte der Mieteinnahmen in Höhe von 630 000 Euro in die Renovierung der Wohnungen.

„Sicheres und zeitgemäßes Wohnen zu fairen Preisen, und das lebenslang“ lautet der Grundsatz, mit dem der Verein seit 90 Jahren Wohnraumversorgung anbietet und es angesichts von bis zu 770 leerstehenden Wohnungen in der Kernstadt mit einem schwieriger werdenden Markt zu tun bekommen hat. „Als ich hier eingezogen bin, da gab es ja kaum Wohnungen“, erzählt eine alte Dame, die seit 1952 eine Wohnung des Bauvereins an der Löwenser Straße bewohnt. Bereut hat sie es nie. „Die ganze Zeit habe mich hier sehr wohlgefühlt. Es hat nie Streit gegeben, und über den Hauswirt musste ich mir auch nie Gedanken machen“, schmunzelt sie.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare