weather-image
Humboldt-Gymnasium soll nach dem „Isernhagener Standard“ errichtet werden / Sechs Firmen bewerben sich um Auftrag

Bauen wie in der reichsten Gemeinde Niedersachsens

Bad Pyrmont. Isernhagen nördlich von Hannover ist nach dem durchschnittlichen Einkommen seiner Bürger die reichste Gemeinde Niedersachsens, die sich zumindest in der Vergangenheit so einiges leisten konnte. Das galt vor allem für deren Bauten. Nach „Isernhagener Standard“ zu bauen, heißt immer noch, im Niveau etwas über dem Normalen zu bauen. Das sei zwar etwas teurer, bewähre sich aber auf Dauer, heißt es.

veröffentlicht am 06.08.2015 um 16:48 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Genau das haben die Stadt Bad Pyrmont und ihr Partner, die SIKMa GmbH, mit dem Neubau des Humboldt-Gymnasiums vor. Die für den Neubau installierte Arbeitsgruppe war nach Isernhagen gefahren, um sich dort einen Schulneubau anzusehen und ließ sich offenbar davon überzeugen. „Wir wollen uns bei der Ausschreibung an den Qualitäten des Isernhagener Standards orientieren“, informierte Hans-Joachim Böhnke vom Baudezernat jüngst den Bauausschuss. Doch damit konnten die, die der Arbeitsgruppe nicht angehören, wenig anfangen. „Müssen wir damit etwa weitere Abstriche an der Qualität hinnehmen?“, wollte Frank Maus (SPD) wissen. „Nein“, versicherte Böhnke. „Wir übernehmen den Standard nicht 1:1, bleiben aber auf einem guten Niveau.“

Vom Isernhagener Standard ist in Baukreisen schon länger die Rede. Doch erst mit der Verabschiedung einer Richtlinie für Bau- und Qualitätsvorgaben hat ihn die Gemeinde Isernhagen für sich als verbindlich vorgegeben. „Die in dem Pflichtenheft enthaltenen Qualitäten stellen eine Abwägung zwischen Preis, geringen Unterhaltungsaufwendungen und Lebensdauer dar“, heißt es da. Auf jeden Fall soll beim Neubau der vom Rat festgeschriebenen Kostenrahmen in Höhe von 13,5 Millionen Euro einhalten werden. „Wir verlassen uns auf die Zusicherung der SIKMa GmbH, auch wenn uns bislang weder das Raumbuch noch die technische Gebäudeausstattung vorgelegt wurde“, so Böhnke. Diese Zusicherung betreffe auch die Einhaltung des Isernhagener Standards.

Bei der Planung, die sich zwischenzeitlich wegen der Erkrankung des projektbegleitenden Ingenieurs verzögert hatte, ist die SIKMa, die den Neubau plant und die Stadt berät, trotzdem ein gutes Stück weitergekommen. Sechs Firmen haben sich demnach im Rahmen eines europaweiten Teilnahmewettbewerbs für den Neubau beworben und wollen laut Stadt auch an dem weiteren Ausschreibungsverfahren teilnehmen. Aber nur fünf sollen ins Rennen geschickt werden, von der SIKMa nach einer Bewertungsmatrix ausgewählt. Die erforderlichen Beschlüsse wollen Bau- und Verwaltungsausschuss am kommenden Dienstag in einer gemeinsamen Sitzung fassen – so jedenfalls sieht es die bisherige Terminplanung vor.

Doppelt so teuer wie bislang laut Stadt von der SIKMa veranschlagt, wird die Erneuerung der Heizungsanlage für das gesamte Schulzentrum. Die Kosten steigen um 200 000 auf 400 000 Euro. Das Unternehmen wolle jedoch versuchen, diese Mehrkosten im Rahmen der Gesamtmaßnahme aufzufangen, hieß es. Mit den Arbeiten sollen die Stadtwerke Bad Pyrmont beauftragt werden.uk



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt