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Hubschrauberlandestelle eingeweiht

Bathildiskrankenhaus: Tag und Nacht Hilfe aus der Luft

BAD PYRMONT. Die neue Hubschrauberlandestelle des Bathildiskrankenhauses hat 165000 Euro gekostet und sie ist gerade so eben fristgerecht zum 1. August eingeweiht worden. Am Donnerstagnachmittag wurde die Anlage, die Tag und Nacht angeflogen werden kann, offiziell eingeweiht.

veröffentlicht am 15.11.2018 um 16:47 Uhr
aktualisiert am 15.11.2018 um 17:20 Uhr

Fürs Foto stellen sich Gäste der Einweihung auf die neue, deutlich größere Landestelle. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Das mit dem Rettungshubschrauber hat nicht geklappt. Dabei hatte der Kaufmännische Direktor Justus Thiede versucht, anlässlich der Einweihung der Hubschrauberlandestelle des Bathildiskrankenhauses am Donnerstagnachmittag einen der fliegenden Retter übungsweise in die Kurstadt zu lotsen. Doch auch so ließen sich Geschäftsführer Christoph Rolf Maier und seine Gäste die Freude an der Fertigstellung der 165000 Euro teuren Anlage nicht nehmen.

Um Landestellen wie die in Bad Pyrmont sicherer zu machen, erließ die Europäische Union bereits am 5. Oktober 2012 die Verordnung 965/2012: Sie regelt die Betriebsvorschriften für den gewerblichen Luftverkehr und wurde ab Herbst 2014 auch in Deutschland umgesetzt, allerdings mit teils sehr langen Übergangsfristen. Doch spätestens am 1. August dieses Jahres war Schluss. Dann musste auch das Bathildiskrankenhaus seine Landestelle nach den neuen Vorgaben hergerichtet haben. Und das, so Meyer, habe man so gerade eben noch geschafft. „Es war die ungewöhnlichste Baustelle, die ich je hatte, aber es gab eine knallharte Frist“, stellte er fest. Die Landestelle wurde mit 28 mal 28 Metern deutlich größer, für An- und Abflug gab es mehr Raum und auch Nachtlandungen sind möglich.

Verzichtet hat das Krankenhaus vorerst darauf, erneut einen Landeplatz nach Paragraf 6 des Luftverkehrsgesetzes zu bauen, der im Wesentlichen wie ein kleiner „Flugplatz“ behandelt wird und wie es ihn früher an dieser Stelle gegeben hat. Vorteil solcher Landeplätze, die bis dato häufig an den Universitätskliniken oder anderen Maximalversorgern in Deutschland zu finden sind, ist die hohe Verfügbarkeit und Sicherheit bei der Nutzung durch die Luftrettung. So gibt es beispielsweise nach Erteilung der entsprechenden Zulassung durch die zuständigen Landesbehörden im Regelfall keinerlei Beschränkungen bei der Anzahl an Starts und Landungen oder der Nutzung für den Nachtanflug, gleichzeitig aber ein hohes Maß an Sicherheit durch entsprechende Löschmittelanlagen, Hindernisfreiheit und Ausleuchtung. Doch das kostet. Aber man habe sich die Option für einen Ausbau nach Paragraf 6 geschaffen, so Maier. Der käme aber erst infrage, wenn das Aufkommen an Rettungsflügen steigen würde. Seit der Inbetriebnahme der Landestelle am 1. August habe es lediglich einige Landungen geben. Patienten seien sowohl gebracht als auch verlegt worden. Wichtig sei eine Landestelle auch für die Kompetenz des Krankenhauses, denn meistens gehe es um sehr schwere Fälle und so gesehen sei die Anlage auch ein wirtschaftlicher Faktor.



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