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Vorstände der Stadtsparkasse Bad Pyrmont sind mit der Entwicklung „hochzufrieden“

Bank trotzt „irrem Wettbewerb“

Bad Pyrmont. Bad Pyrmont schrumpft, doch die Stadtsparkasse Bad Pyrmont hat darunter bislang nicht gelitten. „Bei uns ist der statistisch ermittelte Einwohnerrückgang nicht wiederzufinden“, stellte Vorstandsmitglied Jens Veneman gestern bei der Vorlage des Geschäftsberichtes für 2013 fest. In Zahlen bedeutet das eine nahezu konstante Bilanzsumme in Höhe von 513 Millionen Euro, ein Eigenkapitalzuwachs von 1,5 Millionen auf 45 Millionen Euro, ein Kreditgeschäft mit einem Volumen von 50 Millionen Euro und einen Bilanzgewinn in Höhe von 945 000 Euro. Doch eine Zahl ließ sich Vorstandschef Martin Lauffer so richtig auf der Zunge zergehen. „Die Stadtsparkasse verantwortet insgesamt Forderungs- und Vermögenswerte von über 1,1 Milliarden Euro“, stellte er fest. Mit Blick auf ein weiterhin niedriges Zinsumfeld seien die Kunden wieder bereit, ihr Kapital langfristig anzulegen, ergänzte Veneman.

veröffentlicht am 28.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 11:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich kilian
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Mit dem Jahr 2013 zeigten sich denn auch beide Vorstände „hochzufrieden“. Das wirtschaftliche Umfeld sei stabil, die Entwicklung insgesamt sehr erfreulich, sowohl die Girokonten- als auch die Einlagenbestände seien gewachsen, und das trotz eines „irren Wettbewerbs“ (Lauffer) mit Online-Banken. 50 Millionen Euro Kredite hat die Bank letztes Jahr bewilligt oder vermittelt. „Damit konnten 40 Arbeitsplätze in der Region geschaffen oder gesichert werden“, so Veneman.

Auch das Immobiliengeschäft profitiert nach wie vor vom niedrigen Zinsniveau. Wohnung und Häuser sind als inflationsgeschützte Kapitalanlagen gefragt, die Anzahl der Bausparverträge legte gar um 50 Prozent zu. Auch mit der Entwicklung der eigenen Immobilien zeigte sich Lauffer zufrieden. Das Baugebiet „Auf dem Stücke“ sei ausverkauft, für das letzte noch freie Grundstück gebe es eine Reservierung. Und auch mit dem anfangs nur schwierig zu vermarktende Wohnprojekt „Living Garden“ an der Solbadstraße scheint es aufwärts zu gehen. Allerdings hat die Stadtsparkasse gut die Hälfte der 35 Wohnungen selber gekauft und vermietet sie. Für acht Wohnungen werden noch Käufer gesucht. Dafür sind sieben Einfamilienhäuser verkauft, eines ist reserviert und im Frühjahr sollen drei weitere gebaut werden. Auf das ursprünglich geplante zwölfte Gebäude wird verzichtet, denn das rechne sich nicht.

Traditionell ist die Stadtsparkasse der lokalen Förderung verpflichtet. Mit 500 000 Euro hat sie im vergangenen Jahr 50 soziale und gemeinnützige Einrichtungen beziehungsweise Vorhaben gefördert. „Nimmt man unsere Gewerbesteuer dazu, dann sind mehr als 1 Million Euro in Bad Pyrmont geblieben“, so Lauffer. Anlässlich des 165-jährigen Jubiläums in diesem Jahr will die Bank weitere 165 000 Euro in die Vereinsförderung fließen lassen. Für die Stadt bleibt vom Bilanzgewinn nichts übrig. Der wird der Sicherheitsrücklage zugeführt.

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  • Martin Lauffer (li.) und Jens Veneman haben im letzten Jahr in einem stabilen Umfeld gearbeitet .

Die Sparkasse, die 1849 als „Pyrmonter Spar- und Leihkassenverein“ gegründet wurde, will ihr Jubiläum unter anderem mit einer Geburtstagsparty am 20. Juni im Schlosshof und einer Zoo-Rallye feiern.

Für die Mitarbeiter der Bank – insgesamt sind es 112 inklusive vier Auszubildenden – ist der Platz in der Zentrale mittlerweile zu klein geworden. Im „CityCenter“ (ehemals kdm) entsteht in diesem Jahr im 2. Obergeschoss auf 700 Quadratmetern ein internes Dienstleistungszentrum mit Spezialistenbereichen, Schulungs- und Ausbildungsräumen.

Die Wohnanlage „Living Garden“ ist die größte Investition der Stadtsparkasse in den vergangenen Jahren. Zu den dort stehenden acht Einfamilienhäusern sollen in diesem Frühjahr noch drei weitere hinzukommen.uk

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