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Neuer Zoo-Pächter setzt auf Wassergräben / Geräumige „Afrika-Anlage“ für Zebras und Antilopen

Bald sollen weniger Tiere hinter Gittern leben

Bad Pyrmont (Hei). Im Pyrmonter Tierpark wird zur Zeit tüchtig auf- und umgeräumt: Bevor der Frühling mit hoffentlich zahlreichen Besuchern kommt, will das neue Pächter-Ehepaar Linus und Sonja Kampe möglichst viel von der geplanten Umgestaltung der Anlage (wir berichteten) erledigen. Linus Kampe bewältigt einen großen Teil in Eigenleistung, unterstützt von Freunden und Verwandten, damit sich der Tierpark demnächst in neuer Frische präsentieren kann. Und von dem neuen Konzept ist schon jetzt einiges zu sehen.

veröffentlicht am 05.02.2009 um 19:34 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 18:21 Uhr

Tierpark-Pächter Linus Kampe bespricht mit seinen Helfern die An
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„Haben 1100 Kubikmeter

Erde bewegt“

So wurden etliche Bäume gefällt, damit die Anlage mehr Licht und Sonne bekommt. Die zerteilten Stämme wurden als Randbefestigung für neu gestaltete Wege verwendet. „Insgesamt haben wir bis jetzt 1100 Kubikmeter Erde bewegt“, erzählt der Tierpark-Chef. Ein Zentrum des Zoos ist die neue Afrika-Anlage, die bestimmt wird durch ein aufgeschüttetes Hochplateau und einen festen Stall. Dort sollen unter anderem Zebras und Antilopen untergebracht werden. Das Plateau wird mit viel Grün bepflanzt, durch eine Schiebetür können die Tiere aus dem Haus ins Freie gelangen – von den Besuchern durch einen Wassergraben getrennt. Genau so wird es auch bei einer neu angelegten Insel für die Varis sein.

Die Halbaffen, die jetzt noch vor der Kälte geschützt in einem Stall leben, sollen in ihrem Freigehege genügend natürliche Klettermöglichkeiten bekommen. „Wo es geht, wollen wir in Zukunft lieber Wassergräben statt Gitter verwenden und die Tiere möglichst artgerecht halten“, erläutert Linus Kampe sein Konzept. Inzwischen wurde auch schon tüchtig gebaut im Zoo. Der Stall für den geplanten kleinen Bauernhof, der am Ort der früheren Streichelwiese steht, ist errichtet, und dort haben gerade fünf Ziegen Nachwuchs bekommen.

Neuer Stall mit

Spenden finanziert

Im Rohbau fertig ist auch der Gemeinschaftsstall der „Afrika-Anlage“ mit Boxen für die Zebras und Antilopen. Auffallend an dem halbfertigen Bau sind einige schon komplette zweiteilige Holztüren, braun gestrichen und mit Metallbeschlägen verziert. Linus Kampes Vater Joachim, Zimmermann von Beruf, hat diese Schmuckstücke gefertigt. Finanziert wurde das Stallgebäude durch Privatspenden, vor allem aber durch die Erbschaft eines langjährigen Mitglieds vom „Verein für Tier und Artenschutz“ (VTA). Dieser Förderverein für den Tierpark hat die Pflegschaft für die Zebras und Antilopen übernommen und beteiligt sich finanziell an der Gehege-Modellierung, für die sich Linus Kampe mit Ferdinand König aus Vahlbruch einen Fachmann geholt hat.

Und auch an die jüngsten Besucher wurde schon gedacht. So wird die Autoscooter-Anlage um das Doppelte vergrößert, und die kleine Eisenbahn-Anlage soll repariert werden. Linus Kampe: „Da sind wir noch auf der Suche nach jemandem, der uns fachgerecht helfen könnte.“

Der strenge Winter hat zwar den Zeitplan etwas verzögert, doch auch einige zukünftige Bewohner des Tierparks trudeln schon so langsam ein. So hat Linus Kampe gerade mit dem Tierpark Herford ein zwischen den Zoos gängiges Tauschgeschäft absolviert: Während er zwei Meerkatzen dorthin schickte, bekommt er dafür einen Lamahengst und ein Benett-Känguruh.

Trotz der Umbauarbeiten bleibt der Tierpark ständig geöffnet, im Augenblick noch zwischen 10 und 17 Uhr, ab April dann von 9 bis 19 Uhr.

Praktikant Jan Zurmühlen vor den neuen Boxen im Stall der „Afrika-Anlage“.

Trotz des Umbaus hält der Tierpark-Chef – hier mit den beiden Miniponys Max und Moritz – den Pyrmonter Tierpark auch derzeit geöffnet.



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