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Stall ist ohne Genehmigung errichtet worden – doch Elvira Koschnick hofft auf ein gutes Ende

Bald keine Bleibe mehr für „Maxe?

BAD PYRMONT/LÜGDE. Seit 18 Jahren kümmert sich Elvira Koschnick aus Bad Pyrmont um ihr Zicklein „Wölfi“ und das kleine Pony „Maxe“. Die Tiere sind in einem Stall auf einer Wiese in den Emmerauen auf der nordrhein-westfälischen Seite untergebracht – doch für den gibt es keine Genehmigung, wie der Kreis Lippe mitteilt.

veröffentlicht am 11.03.2019 um 15:40 Uhr

Elvira Koschnick mit ihrem Pony Maxe und dem Ziegenbock Wölfi vor dem Stall, der bis Mai dieses Jahres vom Gelände entfernt werden soll. Foto: Kk
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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„Es gibt Luftaufnahmen aus dem Jahr 2014, auf denen noch kein Stall zu sehen ist. Es ist aber kein offizieller Bauantrag gestellt worden“, sagt Lydia Penner aus der Pressestelle des Kreises.

Aufgefallen sei der Stall zufällig im Jahr 2016 bei einer Kontrolle in diesem Naturschutzgebiet. Nach ersten Gesprächen mit Elvira Koschnick Anfang 2017 habe man die Unterbringung der Tiere dort geduldet und vereinbart, dass sie den Stall für Wölfi und Maxe vorerst bis 2020 nutzen könne. „Frau Koschnick hat sich Ende 2017 bei uns gemeldet und gesagt, dass sie den Stall verkauft hätte“, teilt Lydia Penner mit. Neuer Besitzer: Heinrich Knedeisen, dem das Gelände gehört, auf dem der Stall steht. Der neue Grundstückseigentümer wurde darauf hingewiesen, dass der Stall entfernt werden muss. Denn: „Gemäß Vermerk hat Frau Koschnik uns mitgeteilt, dass sie keine Tiere mehr auf dem Grundstück hat – insofern ist die Grundlage für die Duldung entfallen, in diesem Zusammenhang haben wir den Grundstückseigentümer darüber informiert, dass folglich der Stall zu beseitigen ist.“ Bis 1. Mai 2019 müsse dies erfolgen.

Laut eigenen Angaben hat Elvira Koschnick aber gar keine andere Möglichkeit, die Tiere unterzubringen: „Es ist schwer, mit einer Ziege und einem kranken Pony irgendwo unterzukommen“, sagt sie. Zumal dieser Platz auf der Emmerwiese ihr die Freiheit gebe, auch nachts vorbeizuschauen, denn das Pony sei von Geburt an krank, leidet unter Hufrehe.

20 000 Euro, so betont Koschnick, habe sie in den vergangenen 18 Jahren in das Wohl der Tiere und in den Bau des Stalls gesteckt. Eine schriftliche Baugenehmigung, so gibt sie zu, allerdings nicht erhalten, weil sie offiziell gar keinen Bauantrag gestellt hat. Bei der Stadt Lügde, bei der sie sich nach ihrem Bauvorhaben erkundigt habe, habe man ihr mündlich mitgeteilt, dass man so einen Stall grundsätzlich bauen könne. So ein Gespräch ersetzt allerdings nicht das Stellen eines Bauantrags, heißt es von den Behörden. Bauamtsleiter Gregor Günnewich von der Stadt Lügde ist der Fall bekannt. „Sie ist hier gewesen und hat allgemein nachgefragt“, sagt er. „Aufgaben der Bauaufsicht werden vom Kreis Lippe übernommen.“ Und einen Bauantrag hat Elvira Koschnick dort nicht gestellt. Hätte sie es getan, wäre eine Genehmigung – auch im Naturschutzgebiet – nicht ausgeschlossen gewesen. Auch nachträglich für den schon gebauten Stall einen Bauantrag zu stellen und eine Genehmigung zu erhalten, „wäre nicht ausgeschlossen“. Dies kann jetzt indes nur Stall- und Grundstücksbesitzer Heinrich Knedeisen tun. „Und dann muss der Antrag geprüft werden“, so Lydia Penner. Der Kreis Lippe sei in diesem Fall weiterhin gesprächsbereit.



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