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Ehrenamtliche Gästeführerinnen sind nicht nur vom Kurpark begeistert

Bad Pyrmonts muntere Botschafterinnen

BAD PYRMONT. Christa Seibel, Ingelore Köster, Liane Mayr, Karola Pesch, Brigitte Schrank und Karin Jordan haben eines gemeinsam: Sie sind Fans des Pyrmonter Kurparks und möchten auch andere davon überzeugen, dass sich ein Besuch lohnt und die historische Gartenanlage immer wieder neu entdeckt werden kann.

veröffentlicht am 25.02.2018 um 12:30 Uhr

Karin Jordan, Brigitte Schrank, Christa Seibel, Karola Pesch, Liane Mayr und Ingelore Köster freuen sich schon jetzt darauf, wenn sie ab April wieder Gäste durch den Pyrmonter Kurpark führen. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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In erster Linie tun sie das für die Gäste der Vermieter, die sich am „Premium Club“-Programm der Bad Pyrmont Tourismus GmbH beteiligen, aber gerne auch hin und wieder für Pyrmonter. Sie tun es ehrenamtlich als Gästeführerinnen mit anhaltender Freude an ihrer Aufgabe, seit sie – bis auf Christa Seibel, die erst später dazu gestoßen ist – vor gut fünf Jahren damit begonnen haben.

Damals folgten die Damen – die älteste ist 70, die jüngste 49 Jahre alt – einem Aufruf von BPT-Chef Karsten Stahlhut, der engagierte Bürger suchte, die Lust und Interesse hatten, sich ehrenamtlich für den Tourismus und damit die Stadt einzusetzen. „Keine von uns zögerte, am ersten Treffen teilzunehmen“, erzählt Liane Mayr. Und bereut hätten sie ihre Entscheidung bis heute nicht, versichern alle sechs übereinsimmend. Im Gegenteil. „Ich freue mich jede Woche wieder darauf“, sagt Karin Jordan und die anderen nicken. „Es ist immer wieder spannend, denn ich weiß ja nie, wer kommt.“

Jede der Damen – bis auf Liane Mayr und Karin Jordan sind alle im Ruhestand – führt die Gäste zwischen April und Ende Oktober an einem anderen Wochentag mit einem Spaziergang durch den Park. Jede hat ihren eigenen Blick, ihren eigenen Lieblingsplatz. „Wir bieten keine Gartenführungen an, dafür sind die Mitarbeiter des Staatsbades da“, betont Ingelore Köster. „Ich lade die Gäste ein, mit mir ein Gemälde zu betreten“, schildert sie ihre Sicht während Karin Jordan vom Kurpark als „großer Wellnessoase“ spricht und sich und ihre Gäste immer wieder einmal in die Vergangenheit versetzt und sich vorstellt, wie die Kurgäste damals in schönen Kleider und Kutschen in Bad Pyrmont unterwegs waren. Brigitte Schrank wiederum erzählt gerne etwas von der Geschichte der Anlage, ihrer Entstehung und ihrer Bedeutung. „Viele Gäste sind sehr daran interessiert, wie das früher im Kurpark war“, bestätigt Karola Pesch und zeigt einen einlaminierten Text aus den Pyrmonter Nachrichten mit einem Foto, auf dem Mitarbeiter der Kurverwaltung zu sehen sind, die mit Pferd und Wagen Palmen transportieren. „Das kommt sehr gut an“, sagt sie. Und auch Christa Seibel hat gute Erfahrungen gemacht. „Es lohnt sich immer, den Kurpark den Gästen näher zu bringen, denn vielleicht kommen sie ja deswegen auch wieder nach Bad Pyrmont.“ Sie hatte sich nach dem Tod ihres Mannes Wilfried vor gut zwei Jahren nach einer Aufgabe umgesehen und ist heute froh, dabei zu sein. Ein Jahr lang hat sie ihre „Kolleginnen“ begleitet bis sie dann soweit, selber Führungen zu übernehmen.

Das Sextett weiß, dass es immer noch Pyrmonter gibt, die noch nie im Kurpark waren und die auch nicht bereit sind, dafür Eintritt zu zahlen. „Dabei ist die Pflege aufwendig und teuer“, gibt Brigitte Schrank zu bedenken und schwärmt: „Und der Park ist einfach schön.“ Alle Damen fühlen sich irgendwie auch als Botschafterinnen Bad Pyrmonts, rühren fleißig die Werbetrommel für die schönen Seiten der Kurstadt, ohne die weniger schönen zu übersehen, wie sie betonen. Die Leerstände in der Innenstadt, ungepflegte Ecken und eine immer noch mangelhafte Ausschilderung innerhalb und außerhalb Bad Pyrmonts sind Themen, auf die ihre Gäste immer wieder zu sprechen kommen. „Einige von uns leben seit Jahrzehnten in der Stadt, einige erst seit einigen Jahren“, sagt Liane Mayr. „Wir übersehen nichts Negatives, aber wir kehren das Positive heraus und bekennen uns zu Bad Pyrmont, denn Bad Pyrmont ist lebens- und liebenswert“ betont sie und Ingelore Köster fügt hinzu: „Wir alle fühlen eine Begeisterung und bringen sie rüber, sonst würden wir uns nicht Woche für Woche an den Kurpark stellen und auf Gäste warten.“



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