weather-image
Generationen der Kurstadt wollen daher ihren Dialog vertiefen und eine gemeinsame Veranstaltung auf die Beine stellen

Bad Pyrmonts Jugend empfindet sich oft als zweite Wahl

Diskutieren über den Dialog der Generationen: Horst Gärtner, Wiebke Martensen, Joachim Krause, Bettina Potthast und Hans Georg von Bodecker (von links).Foto: Hei

veröffentlicht am 21.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 11:41 Uhr

270_008_4188395_pn101_2110.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Bad Pyrmont (Hei). Eigentlich war alles klar beim „Generationen-Gespräch“ in der Kursana: Bad Pyrmont sei eine attraktive Stadt, die für Jung und Alt gleichermaßen viel zu bieten habe, stimmten die Vorsitzenden des Jugendparlaments, Wiebke Martensen, und des Seniorenbeirats, Hans Georg von Bodecker, überein.

Und auch Horst Gärtner, Leiter des Kinder- und Jugendbüros, und Bettina Potthast, Vorsitzende des Jugend- und Sozialausschusses, hoben die Vorzüge für alle Generationen hervor. „Also ist es hier eine heile Welt?“, zeigte sich Moderator Joachim Krause selbst erstaunt über soviel Harmonie.

Bei der Diskussion wurde dann aber deutlich, dass sowohl die Teilnehmer am Podiumstisch als auch die wenigen Zuhörer im Saal selbst die gegenseitige Kommunikation und das Miteinander von jungen und alten Pyrmontern vermissen.

Man müsse mehr Berührungspunkte oder auch Schnittmengen für gemeinsame Interessen finden, meinten alle an diesem Abend übereinstimmend.

Es genüge nicht, „gut nebeneinander herzuleben“, man müsse aufeinander zugehen, wurde gesagt. Wiebke Martensen räumte ein, dass sich die Jugend bei allem Positiven doch oft als „zweite Wahl“ empfinde.

So werde das Jugendparlament bei offiziellen Einladungen oft gar nicht oder sehr spät berücksichtigt. Dass die mittlere Generation bei dieser Debatte außen vor blieb, bemängelte eine Zuhörerin.

„Wie bringen wir Jung und Alt denn nun zusammen, wo kann der nötige Dialog stattfinden?“, brachte Kursana-Leiter Marco Kuhn-Schönbeck die Debatte auf den Punkt.

Eine Zuhörerin machte einen Vorschlag, wie die Generationen voneinander profitieren könnten: Während die Senioren Nachhilfe-Stunden gäben, könnten im Gegenzug die jungen Pyrmonter Computerkurse anbieten.

Und auch das Schachspiel sei eine gute Gelegenheit zum Miteinander von Jung und Alt, zumal der örtliche Schachclub dringend Nachwuchs suche.

Bettina Potthast regte an, dass Ältere als „Lese-Paten“ für kleinere Kinder fungieren. Dies werde schon von ihnen in den Kindergärten praktiziert, ließe sich aber auch auf die Grundschulen erweitern, antworteten zwei Frauen aus dem Publikum.

Dass sowohl Seniorenbeirat als auch Jugendparlament noch mehr Einfluss bei politischen Entscheidungen gewännen, wünschte sich Horst Gärtner. Und von Bodecker sicherte Wiebke Martensen eine baldige Kontaktaufnahme zu.

Fazit des Abends: In einer gemeinsamen Veranstaltung, zum Beispiel in der Wandelhalle, sollen weitere Inhalte für eine Kommunikation zwischen jungen und alten Pyrmontern erarbeitet werden. Joachim Krause: ,,Wir müssen miteinander im Gespräch bleiben.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt