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Jubiläum nicht auf dem Schirm?

Bad Pyrmonts Hauptallee wird 350 Jahre alt

BAD PYRMONT. Im kommenden Jahr gibt es eine ganz besondere Gelegenheit zum Feiern: Die Hauptallee von Bad Pyrmont – sie gilt als die älteste Fußgängerzone der Welt – wird 350 Jahre alt. Doch wie kann, wie muss so etwas begangen werden? Werner Lange von der Senioren-Union hat diverse Ideen.

veröffentlicht am 23.10.2017 um 22:16 Uhr

Die Hauptallee von Bad Pyrmont gilt als die älteste Fußgängerzone der Welt. Im kommenden Jahr wird sie 350 Jahre alt. Doch wie soll das Jubiläum begangen werden? Werner Lange von der Senioren-Union hat diverse Ideen. Foto: yt
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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An ihren Begründer Georg Friedrich Graf zu Waldeck und Pyrmont erinnert seit dem Sommer 2016 zwar eine Tafel nahe der Hauptallee-Fontäne. Doch Bad Pyrmonts Senioren-Union findet: Da geht noch was. Ihr Vorsitzender Werner Lange meint, das Jubiläum im nächsten Jahr sollte am besten gleich mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen gefeiert werden. Die Ideen dazu hat er aufgelistet (Siehe Info).

„Eine bessere Wirtschaftsförderung für unsere Stadt gibt es nicht“, betont Lange. „Bei derartigen Anlässen kann Bad Pyrmont garantiert mit vielen Besuchern und Gästen rechnen, wenn Vorbereitungen und die Werbung entsprechend angelegt werden.“

Laut Lange hatte das Jubiläum aber „bisher niemand auf dem Schirm“. Deshalb hofft die Senioren-Union nun, dass ihre Vorschläge von Pyrmonter Institutionen, Verbänden und Vereinen aufgegriffen werden. Ein Blick in die Ideensammlung zeigt: Für die Umsetzung einiger Vorschläge könnte die Zeit schon jetzt knapp werden, denn sie bedürfen längerer Vorbereitung. Andere ließe sich dagegen einfacher realisieren.

Die CDU-Senioren haben noch ein weiteres Anliegen: Sie wünschen sich einen repräsentativen Gedenkstein als „würdiges Denkmal“ für Georg Friedrich zu Waldeck und Pyrmont. Als Standort scheint Werner Lange die Grünfläche unterhalb der Stadtkirche und Friedrichstraße ideal. Eine Idee für die Optik hat er auch schon: „Das Denkmal sollte mit einem Brunnen oder Wasserspielen geschmückt werden. Denn die Pyrmonter Quellen sind auch für dieses Jubiläum der eigentliche Anlass“, betont der pensionierte Staatsbad-Quellenbeauftragte, der seit Jahrzehnten die öffentlichen Quellenspaziergänge durch die Kurstadt führt.

Doch Lange weiß um die Finanznot der Stadt. Deshalb schlägt er eine Finanzierung des Denkmals durch Sponsoren und Spenden vor. „In früheren Zeiten ist das gelungen, zum Beispiel beim Bau des Spelunkenturms und des Bismarckturms“, erinnert er und fragt: „Warum sollte das jetzt nicht möglich sein?“

Mit seinen Ideen hat sich Lange bereits an den Kurdirektor gewandt. Maik Fischer habe im Gespräch mit ihm und Stadtarchivar Dr. Dieter Alfter zugesagt, „bestimmte Veranstaltungen einzuplanen“, berichtet der Vorsitzende der Senioren-Union.

Sein Augenmerk richtet er nicht nur auf das Hauptallee-Jubiläum selbst, sondern auch auf dessen Voraussetzung: Der Graf und spätere Fürst Georg Friedrich zu Waldeck und Pyrmont konnte den Ort erst nach dem „Pyrmonter Hauptvergleich“ 1668 zum „Fürstenbad“ zu entwickeln. Die Einigung mit dem Bistum Paderborn über die Aufteilung der Grafschaft Pyrmont in den Waldeckischen und den Paderborner (Lügder) Bereich beendete den Jahrhunderte schwelenden Herrschaftsstreit um die Grafschaft Pyrmont. Eine eigene Veranstaltung im Vorfeld des Jubiläumsjahres hat die Senioren-Union schon terminiert: Am 28. November hat sie Dr. Dieter Alfter als Referent eingeladen.

Die Vorschläge der Senioren-Union hat Werner Lange jetzt in die Politik eingebracht. Mit dem Jubiläums-Antrag wird sich heute der Kultur- und Sportausschuss beschäftigen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Pyrmonter Rathaus (Raum 300).

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