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Deutsche Stadtmarketing präsentiert beim Städtetag in der Kurstadt neues Stadtinformationssystem

Bad Pyrmonts Attraktionen auf einen „Click“

„City2Click“ arbeitet mit speziellen optischen 2D-Codes, die von vielen Foto-Handys mit Internetzugang gelesen und ausgewertet werden können. Dann gibt es Informationen zum Beispiel über Festung und Schloss Bad Pyrmont.

veröffentlicht am 16.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 12:21 Uhr

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Bad Pyrmont (uk). Bad Pyrmont setzt aufs Handy – nicht zum Telefonieren, sondern um seine Sehenswürdigkeiten wie Schloss oder Brunnentempel ins richtige Bild zu setzen. „City2Click“ – sinngemäß „Stadt zum Anklicken“ – heißt das Stadtinformationssystem, das von der Deutschen Stadtmarketing GmbH in Hannover entwickelt wurde und mittlerweile schon in einigen Städten eingesetzt wird – und ab nächster Woche auch in Bad Pyrmont.

Anlass ist die Städteversammlung am 21. und 22. Oktober in der Kurstadt. Den gut 400 Delegierten und Vertreter des Landes sowie zahlreicher Institutionen will die Stadtmarketingfirma das System vorstellen. Sie bedient sich bei der Präsentation der Unterstützung der Bad Pyrmont Tourismus GmbH. Die hat dafür Festung und Schloss, den Wasserlauf auf der Unteren Hauptallee, den Kurpark und die Dunsthöhle ausgesucht, über die es per Handy Wissenswertes gibt. „Wir werden das System nächste Woche dem Runden Tisch vorstellen, der dann darüber entscheiden soll, ob es dauerhaft in Bad Pyrmont eingesetzt wird“, so BPT-Chef Jürgen Drescher.

„City2Click“ arbeitet mit speziellen optischen 2D-Codes, die von vielen Foto-Handys mit Internetzugang gelesen und ausgewertet werden können. Voraussetzung ist eine spezielle Software, die kostenlos aus dem Internet geladen werden kann. Durch Fotografieren des Codes, der per Aufkleber vor der Sehenswürdigkeit angebracht wird, verbindet sich das Handy automatisch mit Informationen aus dem Internet, die diesem Code zugeordnet sind. „Der Nutzer erhält so weiterführende Informationen an Ort und Stelle und ist dabei unabhängig von festen Zeiten und Routen“, wirbt Geschäftsführer Detlef Sander für sein System.

Den Stadtführer wird es nicht ersetzen

Doch damit noch nicht genug. Das System kann die unterschiedlichsten Informationen liefern, etwa zum öffentlichen Nahverkehr. Es kann zur Kommunikation zwischen Bürger und Verwaltung oder zur Qualitätssicherung für städtische und private Serviceangebote sowie Handel dienen. Was davon in Bad Pyrmont umgesetzt wird, ist allerdings noch unklar.

„City2Click“ ist in beliebigen Sprachen möglich. Beim Aufruf der Information wird die Spracheinstellung des Handys berücksichtigt. Die Information wird dann in der Landessprache angezeigt, sofern sie entsprechend hinterlegt ist.

Das Stadtinformationssystem ist für die Stadt kostenlos. Das gilt auch für öffentliche Einrichtungen wie Hallenbäder oder Museen. „Wir stehen dahinter“, so Stadtsprecher Wolfgang Siefert. Die Nutzer zahlen die üblichen Verbindungsgebühren ins Internet. Finanziert werden soll es durch Werbeeinnahmen von Gewerbetreibenden und Gaststätten, denen die Möglichkeit gegeben wird, sich in dem Auftritt zu präsentieren.

Sich in einer fremden Stadt über das Handy Sehenswürdigkeiten erklären zu lassen, mag die Technik ermöglichen, ob sie es aber auch vermag, den Stadtführer oder die Stadtführerin zu ersetzen? „Nein“, ist sich Drescher sicher. „Das wird ein zusätzliches Angebot zur spontanen Nutzung sein“, sagt der BPT-Chef. „Stadtführer stehen für die persönliche Ansprache, die nicht zu ersetzen ist.“ Und für Seh- und Hörbehinderte sei „City2Click“ ohnehin nicht geeignet.

Auch Normalsichtige dürften schon genug Probleme haben, alles zu erkennen, wenn ihr Handy nur über ein Display in üblicher Größe verfügt. Allerdings werden die immer größer, „City2Click“ ist also eine Investition in die Zukunft.



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