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Feinperlig beliebter als Volldampf

„Bad Pyrmonter“-Chef über Wasser-Trends und Markenerfolg

BAD PYRMONT. Der Blick ins Wirtschaftsregister konnte auf den ersten Blick erschrecken. Dort war kürzlich zu lesen, dass die „Bad Pyrmonter Mineral- und Heilquellen Verwaltungsgesellschaft mbH“ ihren Namen ändert und ihren Sitz verlegt. Wir wollten wissen, was das bedeutet – und haben spannende Neuigkeiten erfahren.

veröffentlicht am 19.06.2017 um 22:27 Uhr

Vollautomatisiert: Die Millioneninvestition in die Abfüllanlage der „Bad Pyrmonter Mineral- und Heilquellen“ zur Umstellung auf neue Flaschen war offenbar ein richtiger Schritt. Die vier Mineralwassersorten aus Pyrmonter Produktion kommen bei den Kun
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Die Pyrmonter Verwaltungsgesellschaft heißt jetzt „Anna Zimmermann GmbH“ und operiert von Hannover aus. Als Unternehmensgegenstand werden die „Förderung, Bearbeitung und Abfüllung und der Verkauf und Vertrieb von Mineralwasser sowie die Herstellung und der Vertrieb von Erfrischungsgetränken und Fruchtsaftgetränken aller Art“ genannt.

Und was steckt dahinter? „Wir haben ein bisschen umstrukturiert“, sagt Vilsa-Geschäftsführer Henning Rodekohr auf Anfrage. Zur Unternehmensgruppe seiner Familie gehören seit 16 Jahren auch die „Bad Pyrmonter Mineral- und Heilquellen GmbH & Co. OHG“ sowie die Verwaltungsgesellschaft. Seit der jüngsten Handelsregister-Veröffentlichung von Montagabend heißt das: Die umbenannte Pyrmonter Gesellschaft, aber auch der örtliche Betrieb und die OHG-Anteile sind aus der Bruchhausen-Vilsener GmbH & Co. KG an die „Vilsa-Brunnen Otto Rodekohr GmbH“ übertragen worden. „Auf Bad Pyrmont hat das aber gar keine Auswirkungen“, sagt der Chef.

Mit der Entwicklung des Pyrmonter Betriebs ist Rodekohr übrigens sehr zufrieden. Die Millioneninvestitionen in neue Produktionsanlagen und die Umstellung von der genoppten Normflasche auf individuelle schlanke Flaschen kommt bei den Kunden an.

So ist vom dem vor Jahren noch etwas verstaubten Klassiker-Image zwar das Verlässliche geblieben. Und das ist schon für sich ein Wert. Aber insbesondere die Glasflaschen mit dem erhabenen Ankerkreuz punkten mit ihrem edlen, stylishen Design. Absatzzahlen mag der Chef nicht nennen. Aber er spricht von einem Wachstum im deutlich zweistelligen Bereich. 52 Mitarbeiter sind derzeit im Zwei-Schicht-Betrieb beschäftigt. Der Ausstoß erreicht bis zu 350 000 Flaschen am Tag.

Die neuen Wassersorten aus Pyrmonter Produktion bieten außerdem das, was immer mehr Verbraucher schätzen: weniger Kohlensäure. „Noch Mitte der 1970er Jahre war beim Wasser ,Volldampf‘ angesagt“, erinnert sich Rodekohr. Mittlerweile mögen aber immer mehr Wassertrinker, wenn es im Glas nur noch fein oder gar nicht mehr perlt. Die rosa „Naturell“-Flaschen gibt es erst seit 2016. Ihr Marktanteil liegt schon bei 20 Prozent.

Die „Bad Pyrmonter“ Wässer gibt‘s seit Jahren auch in leichten PET-Mehrwegflaschen, die – anders als die dünnen Einweg-Pfandflaschen vom Discounter – bis zu 25 Mal wiederverwendet werden können. Und hygienisch läuft in der Produktion alles einwandfrei: Hightech-Geruchssensoren innerhalb der vollautomatischen Reinigungsanlage schnüffeln sofort, wenn jemand kein reines Wasser in der PET-Wasserflasche hatte. Die wird dann ausgemustert.

Und doch: Der Trend geht wieder hin zum Glas. Kunststoffflaschen kommen immer mehr qualitätsbewussten Kunden nicht ins Haus. Denn in Glas verpackte Getränke behalten ihren unverfälschten Geschmack und sind perfekt geschützt. „Glas ist die beste Verpackung“, findet auch Henning Rodekohr.

Ein neues Produkt startet gerade richtig durch: Mit seiner „Heimischen Schorle“ ist Bad Pyrmonter gerade als „Kulinarischer Botschafter Niedersachsens“ prämiert worden.



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