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Bewegende Tage in Anzio

Bad Pyrmonter Delegation gedenkt in der Partnerstadt der Kriegsopfer

BAD PYRMONT. Anfangs stand die von Bürgermeister Klaus Blome, dem stellvertretenden Bürgermeister Udo Nacke und dem stellvertretenden Ratsvorsitzenden Frank Maus (SPD) angetretene Reise in die italienische Partnerstadt Anzio unter keinem guten Stern. Auf dem Flughafen gab es einen fast dreistündigen Aufenthalt, da eine Ersatzmaschine beschafft werden musste. Doch diese Unannehmlichkeit wurde spätestens nach der Landung in Rom von den italienischen Gastgebern mehr als wettgemacht.

veröffentlicht am 27.01.2019 um 19:45 Uhr

Udo Nacke, Klaus Blome und Frank Maus (v. .i.) als Vertreter der Stadt Bad Pyrmont während der Zeremonie auf der amerikanischen Kriegsgräberstätte. Foto: pr
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Klaus Titze Reporter
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„Es war für uns absolut beeindruckend, mit welcher Gastfreundschaft und Aufmerksamkeit wir Pyrmonter Gäste bedacht worden sind“, sagt Frank Maus, der sich zum ersten Mal in der Partnerstadt aufhielt. „Und ich habe wohl noch nie so leckeren Fisch serviert bekommen“, hebt er besonders die kulinarischen Erfahrungen hervor. Ansonsten sei ihr Kurzbesuch sehr anstrengend gewesen, und so manche Eindrücke aus den verschiedenen Erinnerungsanlässen seien noch stark präsent.

„Auch bei mir hat dieser Besuch in der Partnerstadt einen überwältigenden Eindruck hinterlassen“, äußert Udo Nacke. „Insbesondere die Zeremonie und die Anlage des amerikanischen Friedhofes wirkten auf mich erschütternd. Diese hohe Anzahl von Toten ist doch unfassbar.“ Beeindruckend für ihn sei auch gewesen, wie präsent und mit tiefen Emotionen behaftet, andere Nationen ihren Kriegsopfern gedenken.

Die Einladung zu der Veranstaltung hatte Bürgermeister Candido De Angelis in Bad Pyrmont dem hiesigen Gastgeber Klaus Blome gegenüber ausgesprochen, als die Besucher aus Anzio sich im Oktober anlässlich der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Partnerschaftsjubiläum im Weserbergland aufhielten. „Wir begehen die Erinnerung an die direkt vor den Toren und im Hafen von Anzio stattgefundene Landung der Alliierten, die genau vor 75 Jahren das Aussehen der Stadt und die Menschen extrem veränderte“, hatte De Angelis den alös Anlass der Einladung genannt.

„So lief denn auch unser Aufenthalt ab, feierlich, beeindruckend und emotional sehr bewegend“, blickt Blome auf die wenigen Tage zurück. Montag Hinflug, Dienstag Gedenken auf den im Umfeld von Anzio befindlichen Kriegsgräberstätten und Mittwoch, nach einer Zeremonie mit amerikanischen Rangern an der Villa Paradiso und dem Besuch des deutschen Soldatenfriedhofes in Pomezia, wieder Heimflug.

Bereits diese Daten lassen erahnen, wie wenig zeitlicher Freiraum für die deutschen Gäste verbleiben sollte. „Allein auf dem amerikanischen Friedhof mit zahlreichen internationalen Gästen haben mich die Atmosphäre und der Anblick dieser weitläufigen Fläche mit unzähligen weißen Kreuzen beeindruckt. Dazu kam die Vorstellung einzelner Personen und ihres individuellen Schicksals, da sie bei der Landung den Tod fanden“, erinnert sich Blome.

Insbesondere der Partnerstadt Bad Pyrmont habe der Bürgermeister von Anzio eine besondere Ehre zuteil werden lassen, indem er mit Bürgermeister Blome gemeinsam sowohl am Brückenkopffriedhof in Anzio Falasche und der zentralen Gedenkstätte auf der Piazza Garibaldi einen Kranz am Monument für die Toten des Zweiten Weltkrieges der Stadt Anzio niederlegte. Dabei erinnerte De Angelis, welches Leid die Bombardierung, die Evakuierung , Hunger und Obdachlosigkeit über die Stadt Anzio gebracht haben.

Der Bürgermeister Anzios habe in seiner Ansprache nicht nur die langjährige Partnerschaft beider Städte angesprochen, sondern auch einen besonderen Dank an den Bürgermeister der Stadt Bad Pyrmont für dessen Anwesenheit anlässlich dieses besonderen Tages gerichtet, heißt es von der Pyrmonter Delegation.



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