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Rat einigt sich auf Anträge von CDU und SPD / Grund-, Haupt- und Realschule sollen eigene Profile entwickeln

Bad Pyrmont soll inklusives Schulzentrum bekommen

Bad Pyrmont. Der Rat der Stadt hat sich in seiner jüngsten Sitzung darauf geeinigt, das gesamte Schulzentrum modellhaft in ein inklusives Schulzentrum umzuwandeln. Die Stadtverwaltung hat nun den Auftrag, mit der Landesschulbehörde und dem Kultusministerium unter Beteiligung der Schulen „unverzüglich“ zu klären, welche Schritte dafür zu unternehmen und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind.

veröffentlicht am 22.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:41 Uhr

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Diesem Beschluss liegen zwei Anträge zugrunde. Die CDU hatte zunächst nur das Humboldt-Gymnasium im Blick, weil das einen Antrag für eine Modellschule auf den Weg bringen möchte (wir berichteten). Die SPD wollte auch die anderen Schulen im Schulzentrum dabei berücksichtigt wissen. Aber erst unter der Moderation von Eberhard Weber als zuständigem Dezernenten für Schulangelegenheiten gelang eine Einigung.

Dass Grund-, Haupt- und Realschule jeweils ihr eigenes Profil unter ihrem Dach entwickeln, stößt am Humboldt-Gymnasiums auf Bedenken. „Das weicht von der ursprünglichen Zielsetzung ab“, sagte Janine Niemöller von der Schulleitung, die die Möglichkeit bekam, vor dem Rat zu sprechen. Doch die Passage bleibt Bestand des Beschlusses.

Ursula Körtner (CU) sprach von einem „Leuchtturmprojekt“, weil es Vergleichbares bislang in Niedersachsen noch nicht gebe, und davon, dass man den Ergänzungsantrag der Sozialdemokraten gern unterstütze. Sieglind Patzig-Bunzel (SPD) betonte, dass das Miteinander immer die Stärke des Schulzentrums gewesen sei und jede Schule ihre getrennt vorhandenen inklusiven Strukturen erhalten werde. Fabian Sieland (Grüne) nannte die Initiative der SPD eine sehr wichtige Ergänzung und Adelheid Ebbinghaus (Bürgersinn/FDP) wünschte sich, dass die Inklusion in Bad Pyrmont zur Herzensangelegenheit werde.

Die Stadt wird nun auch klären, ob es im Rahmen der Zulassung Fördermittel gibt, die über den Betrag hinausgehen, die das Land künftig jährlich für die Inklusion zahlt. Das gilt insbesondere für den anstehenden Neubau des Humboldt-Gymnasiums, der voll inklusionsgerecht erstellt wird. Allerdings, so wird betont, darf die Klärung dieser Frage nicht zu Zeitverzögerungen führen.uk



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