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Konzept gegen Leerstände in der Innenstadt

Bad Pyrmont lässt Läden „aufpoppen“

BAD PYRMONT. Im Kampf gegen die Leerstände in der Innenstadt setzt die Bad Pyrmont Tourismus GmbH gemeinsam mit der Stadt und der Werbegemeinschaft auf Pop-up-Stores. Willkommen sei jeder und jede mit einer coolen Idee, so BPT-Chef Karsten Stahlhut. Das Konzept bietet für günstige Konditionen auf kurze Zeit befristete Mietverträge.

veröffentlicht am 29.11.2018 um 14:28 Uhr
aktualisiert am 29.11.2018 um 16:50 Uhr

Partner in Sachen „Pop-up-Stores“ (von links: Karsten Stahlhut und Junior-Projektmanagerin Annika Schmitmeier von der BPT, Helmut Fahle von der Werbegemeinschaft Bad Pyrmont und Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Pop-up-Stores – manche sagen auch Guerilla-Stores – sind zeitlich begrenzte Läden, die oft unangekündigt an ungewöhnlichen Orten „aufpoppen“ und nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Auch Bad Pyrmont setzt auf dieses Konzept, allerdings geplanter und vor allem mit der Hoffnung verbunden, dass diese Geschäfte nicht wieder verschwinden, sondern dass aus den Betreibern Dauermieter werden.

Vor gut zwei Jahren hat Karsten Stahlhut, Geschäftsführer der Bad Pyrmont Tourismus GmbH (BPT) das als Semesterprojektarbeit von Studenten der Universität Jade in Wilhelmshaven entwickelte Stadtmarketingkonzept für die Kurstadt entdeckt und gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Blome und dem Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Bad Pyrmont, Helmut Fahle, ausgearbeitet. Erklärtes Ziel: „Wir wollen die Anzahl der Leerstände in der Innenstadt minimieren“, erklärte Stahlhut am Donnerstag zum Auftakt der Kampagne.

„Es gibt genügend Menschen, die immer schon dies oder das machen wollten, aber erst einmal in Ruhe abchecken, ob ihre Idee funktioniert und die dabei ein überschaubares Risiko eingehen wollen“, beschreibt der BPT-Chef die Zielgruppe, für die ein Pop-up-Store interessant sein könnte. „Jeder kann zum Beispiel für sich entscheiden, ob er seinen Laden zunächst nebenberuflich betreibt oder direkt voll durchstarten will.“

Willkommen sei jeder und jede mit einer coolen Idee, so Stahlhut, besonders Menschen aus der Region mit vielleicht sogar regionalen Produkten. „Wir sind aber in alle Richtungen offen und werden keinen ausschließen“, betonte er. Dennoch werde man auf einen Mix an Läden achten, um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. „Einen Ein-Euro-Laden wollen wir mit Sicherheit nicht.“

Ansprechpartner für alle Geschäftsgründer ist die BPT, die ab sofort richtig die Werbetrommel rühren will. Die Vermarktung der Stores erfolgt über Social Media Plattformen, einer eigenen Webseite, Zeitungsartikel, Mundpropaganda und Flyern Der Betreiberwechsel soll mit einem Event verbunden werden, um neue Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Mit den Pop-up-Stores übernimmt die BPT eine klassische Stadtmarketingaufgabe. Doch dafür soll – unter anderem – ab kommenden Jahr der noch einzustellende Wirtschaftsförderer der Stadt zuständig sein. Der erste Versuch mit einer Kandidatin in diesem Jahr war bekanntlich gescheitert. Die Stelle des Wirtschaftsförderers werde neu ausgeschrieben, dabei bleibe es, betonte Bürgermeister Blome, der von einer engen Verzahnung zwischen dem Wirtschaftsförderer und der Bad Pyrmont Tourismus spricht. Letztere stößt mit den Bemühungen um die Pop-up-Stores an ihre finanziellen Grenzen. „Aus Bordmitteln ist das nicht jedenfalls nicht zu bestreiten, wir sind auf Sponsoren angewiesen“, bestätigte Stahlhut. Könnte die BPT, wenn sie mehr Geld zur Verfügung hätte, nicht auch noch mehr für das Stadtmarketing leisten? Blome will das nicht ausschließen. „Darüber kann man sprechen“, beantwortete er diese Frage.

Information

Zum Start bieten die Partner konkret acht leer stehende Läden und ein leer stehendes Restaurant an sieben Standorten in der Innenstadt an: vier in der Brunnenstraße und jeweils einen in der Altenaustraße, der Kirchstraße, der Lortzingstraße und der Heiligenangerstraße. Die Flächen der Ladenlokale reichen von 61 bis 165 Quadratmeter, die für gastronomische Zwecke geeignete Räumen bieten etwa 200 Quadratmeter Fläche. Die Eigentümer haben sich bereit erklärt, auch auf kurze Zeit befristete Pachtverträge und Mietpreise ab 1 Euro je Quadratmeter zuzüglich Betriebskosten anzubieten. „Uns war wichtig, dass diese Läden funktionsfähig sind und ohne große Kosten für einen relativ kurzen Mietraum zur Verfügung stehen“, berichtete Helmut Fahle von der Werbegemeinschaft. Weitere Objekte gebe es auf Anfrage.

Jedem Gründer eines Pop-up-Stores wird ein Online-Marketingpaket im Wert von 1000 Euro auf den Kanälen der BPT zur Verfügung gestellt und eine Begleitung aus betriebswirtschaftlicher Sicht durch ein Netzwerk aus mehreren Partnern versprochen.

Ansprechpartner für alle Fragen ist die Bad Pyrmont Tourismus GmbH, Europa-Platz 1, 31812 Bad Pyrmont.

Telefon 05281/940520,

Email: info@badpyrmont.de



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