weather-image
25°

Warum die Stadt einen Förderantrag zum Wirtschaftskonzept zurückzieht

Bad Pyrmont ist kein Dorf

BAD PYRMONT. Konzentrieren sich die Bemühungen von Rat und Verwaltung, Bad Pyrmont weiterzuentwickeln, zu sehr auf die Kernstadt und zu wenig auf die ländlichen Ortsteile? Das trifft zumindest auf die Erstellung eines Standort- und Wirtschaftsentwicklungskonzeptes auf Basis eines Antrages der Gruppe 17 zu. Die Fördergelder, die die Stadt aus LEADER-Mitteln erhofft hatte, um dieses Konzept umsetzen zu können, wird es nicht geben. Grund: In der Projektbeschreibung aus der Kurstadt fehlt der Bezug zum ländlichen Raum.

veröffentlicht am 21.09.2018 um 16:56 Uhr

Foto: pixabay
Hans-Ulrich Kilian

Autor

Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Anders gesagt: Eichenborn, Hagen und Co. kommen darin nicht vor. Die Neuordnung der Wirtschaftsförderung hatte sich die Gruppe 17 aus SPD, WiR, Grünen, FDP und Linken auf die Fahne geschrieben, als sie zum Beginn der Wahlperiode des Rates vor zwei Jahren einen entsprechenden Antrag im Rathaus vorlegte. Da die Stadt klamm ist, sollte sich die Verwaltung nach Fördermittel umsehen. Bad Pyrmont gehört zum LEADER-Region „Östliches Weserbergland“ und beantragte aus dem Fördertopf einen Zuschuss. Doch weil zunächst über ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für die Stadt beraten werden sollte, wurde der Antrag für ein Jahr ruhend gestellt.

Grundsätzlich, so berichtete es jetzt Stefan Ölmann, Leiter des städtischen Fachgebietes Finanzen und Wirtschaft, wäre so ein Konzept förderfähig – allerdings nur dann, „wenn konkret die Ausmaße auf die ländlichen Ortsteile der Stadt und eventuell sich daraus ergebene Maßnahmen für diese Ortsteile beziehen würden“, wie es in der Vorlage für die Politik heißt. Und weiter: „Eine entsprechende Hervorhebung für den ländlichen Bereich ist für eine positive Beurteilung des Antrages unausweichlich.“

Bad Pyrmont ist mit seinen gut 19 000 Einwohner einfach zu groß, um den Förderrichtlinien entsprechend noch als ländlicher Raum zu gelten. „Projekte in Orten mit mehr als 10 000 Einwohnerinnen und Einwohnern sind von der Förderung ausgeschlossen wenn sich die Projektwirkung nicht überwiegend im ländlichen Gebiet außerhalb dieser Orte entfaltet“, heißt es dort.

Dass der Antrag sich jetzt ganz erledigt und per Poltikbeschluss zurückgezogen hat, hat, liegt am Regionalmanager des Fördergebietes „Östliches Weserbergland“, der der Stadt vor dem Hintergrund seiner Erkenntnisse jetzt empfohlen hat, den Antrag zurückzuziehen, da er ohnehin abgelehnt werden würde, was der zuständige Fachausschuss nun auch tat. „Schade“, meinte SPD-Chefin Heike Beckord.

Im Übrigen ist laut Ölmann, der sich dabei auf das „Amt für regionale Landesentwicklung LeineWeser“ beruft, auch die Erarbeitung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes ausgeschlossen. 90 000 Euro soll das kosten und bei was wohl helfen: Weitere Fördermittel einwerben.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?